«Faszination Gold»

Republik Zürich, Rappen

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Republik Zürich, Rappen (obverse) Republik Zürich, Rappen (reverse)

Mit Scheidemünzen, also mit dem Kleingeld, das im täglichen Einkauf auf dem Markt benutzt wurde, liess sich in der Frühen Neuzeit ein hoher Profit erwirtschaften. Diese Kleinmünzen enthielten so wenig Silber, dass es ein gutes Geschäft war, Silber zu kaufen, es mit anderen Metallen zu mischen und daraus eine Menge Kleinmünzen zu prägen.

Scheidemünzen auszugeben war so profitabel, dass sich kaum ein Münzherr diese Nebeneinnahme entgehen liess. Im Jahr 1750 fasste der Rat von Zürich deshalb den Beschluss, hauptsächlich Scheidemünzen zu prägen. Zudem achtete die Stadt streng darauf, dass auf dem Zürcher Markt nur mit lokalem Kleingeld bezahlt wurde. Um fremde Kleinmünzen aus dem Verkehr zu ziehen, wurden regelmässige Münzverrufungen vorgenommen: Das heisst, dass in der Kirche und auf dem Marktplatz eine Liste all jener Währungen ausgerufen wurde, deren Umlauf in der Stadt unter Androhung hoher Strafen verboten war.

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