«Archaische Zahlungsmittel»

Königreich Spanien, Philipp II., Doppelter Escudo

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Königreich Spanien, Philipp II., Doppelter Escudo (obverse) Königreich Spanien, Philipp II., Doppelter Escudo (reverse)

1537 führte Karl V. in Spanien den Escudo ein. Die Münze wurde bald zur grundlegenden Goldeinheit des gesamten spanischen Königreiches. Knapp dreissig Jahre später regte Karls Nachfolger Philipp II. (1580-1598) die Schaffung des doppelten Escudos an. Dieser verbreitete sich als beliebte Handelsmünze über ganz Europa und wurde in der Schweiz als Duplone, in Italien als Doppia, in Norddeutschland als Pistole und in Preussen als Wilhelm d'or bzw. Friedrich d'or nachgeprägt. Sogar Frankreichs König Ludwig XIV., der sonst allem habsburgischen eher ablehnend gegenüber stand, ordnete 1640 die Einführung des Louis d'or nach dem Vorbild des doppelten Escudo an. Unter dem Namen Doblado wurden die goldenen Doppelescudos nach der Befreiung von Spanien – also seit etwa 1825 – auch in den meisten ehemaligen spanischen Kolonien Südamerikas übernommen.

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