Mysien, Kyzikos, Hekte (1/6 Stater), um 500-450 v. Chr.

Denomination: Hekte (1/6 Stater)
Prägeautorität: Stadt Kyzikos
Prägeort: Kyzikos
Prägejahr: 500 v. Chr.
Gewicht in Gramm: 2.66
Durchmesser in mm: 12
Material: Elektron
Eigentümer: Sunflower Foundation

Die Elektronmünzen aus Kyzikos boten über 200 Jahre hinweg einen Mikrokosmos qualitativ hochstehender griechischer Kunst. Vom 6. bis ins 4. Jahrhundert v. Chr. betrieb die am Marmarameer gelegene Stadt mit ihren zwei Häfen eine rege Prägetätigkeit solcher Münzen – 200 verschiedene Münzbilder sind aus dieser Zeit bekannt. Und dennoch blieb die Einheitlichkeit gewährleistet, denn auf allen Stücken erscheint – oft ganz unauffällig – der Tunfisch, das Emblem der Stadt.

Die Kontinuität und hohe Qualität sowie der reiche Ausstoss der Elektronstatere – deren Münzbild übrigens mindestens einmal jährlich wechselte –, machte Kyzikos zu einem Drehpunkt des griechischen Handels. In strategisch günstiger Position am Eingang des Marmarameeres gelegen, stammte der Reichtum der Stadt weitgehend vom Handel mit den reichen Ackerbaugebieten der Krim. Entsprechend war die Haupthandelswährung im Schwarzmeergebiet der Kyzikenerstater.

Diese Münze ist eine Hekte, der sechste Teil eines Staters. Sie stammt aus der Zeit von 500 bis 450 v. Chr. und zeigt eine Löwin, die mit erhobenem Kopf über den bekannten Thunfisch schreitet. Wir wissen nicht, nach welchem Schema man die jährlich wechselnden Münzbilder auswählte, aber wir können vermuten, dass sie vom jeweiligen Münzbeamten des Jahres als Ausdruck seiner Persönlichkeit festgesetzt wurden.