Römische Kaiserzeit, Constantius II. (337-361), Leichter Miliarense, 351-354, Thessaloniki

Denomination: Leichter Miliarense
Prägeautorität: Kaiser Constantius II.
Prägeort: Thessaloniki
Prägejahr: 351 n. Chr. - 354 n. Chr.
Gewicht in Gramm: 4.61
Durchmesser in mm: 23
Material: Silber
Eigentümer: Sunflower Foundation

Der Miliarense (auch Miliaresia) war eine Silbermünze der späten römischen Kaiserzeit, die unter Kaiser Konstantin I. beziehungsweise seinen Söhnen eingeführt wurde. Eigentlich laufen zwei Münzen unter dieser Bezeichnung: neben dem leichten Miliarense von etwa 4,6 Gramm gab es auch den schweren Miliarense von etwa 5,5 Gramm.

Konstantin der Grosse änderte das Münzwesen in seinem Imperium nachhaltig. Bereits 307 führte er eine neue Goldmünze ein, den Solidus. Dieser löste den Aureus als Hauptgoldmünze des Römischen Reiches ab. Einige Jahre später wurde auch die Silberwährung umgestellt. Um 320 wurden erstmals der Miliarense und die Siliqua geprägt, die den Denar und den Argenteus ersetzten.

Der leichte Miliarense wurde ab etwa 344 von Konstantins Söhnen Constans und Constantius II. ausgegeben und war häufiger als die schwere Variante. Um eine Verwechslung der beiden Münzen zu verhindern, wurde der schwere Miliarense mit dem Wertzeichen LX (60, weil 1/60 des römischen Pfundes) versehen. Der Miliarense blieb die seltenste Silbermünze der Spätantike und wurde erst im byzantinischen Reich zu einer geläufigen Geldsorte.

Dieser leichte Miliarense stammt von Constantius II. und zeigt auf der Vorderseite den Kaiser und auf der Rückseite einen Krieger mit Schild und Speer.