Schweizerische Eidgenossenschaft, 5 Franken 1939 (2. Banknotenserie, in Kurs 1911-1980), Zürich

Denomination: 5 Franken
Prägeautorität: Schweizerische Eidgenossenschaft
Prägeort: Zürich
Prägejahr: 1939 n. Chr.
Gewicht in Gramm:
Durchmesser in mm:
Material: Papier
Eigentümer: Sunflower Foundation

Papiergeld an sich ist wertlos. Jahrhundertelang akzeptierten die Menschen nur Geld mit einem realen materiellen Wert – und das waren in Europa von alters her vor allem Gold- und Silbermünzen. Allerdings waren wohl auch die Vorläufer papierener Zahlungsmittel bereits seit der Antike bekannt: Anweisungen, einer bestimmten Person einen bestimmten Betrag auszuzahlen, oder z. B. Schuldscheine.

Das erste eigentliche Papiergeld wurde in der Zeit der Song-Dynastie (960-1279) in China hergestellt; Marco Polo brachte die Kunde darüber nach Europa. Doch hier dauerte es bis ins 17. Jahrhundert, bis die ersten Banknoten auftauchten. Sie entwickelten sich zuerst in England, wo viele Goldschmiede die Wertsachen ihrer Mitbürger in Verwahrung zu nehmen pflegten; dafür stellten sie den Einlegern Depositenscheine aus. Diese Depositenscheine wurden mit der Zeit auf andere Personen übertragbar. Und nach und nach lauteten sie auf immer rundere, handlichere Summen. Damit war die Idee des Geldscheins geboren.

Die Entwicklungsgeschichte des Papiergeldes in Europa erklärt übrigens, warum Banknoten lange Zeit eher als Ersatz- denn wirkliches Geld betrachtet wurden: Bis zum 20. Jahrhundert nämlich waren sie blosse Bescheinigungen für Zahlungen in Gold und Silber.

Die abgebildete 5er-Note wurde erstmals 1914 ausgegeben. Sie zeigt in einem Medaillon auf der Vorderseite Wilhelm Tell mit dem Rütli im Hintergrund. Da man die 5er-Note als vorübergehendes Nominal ansah, verzichtete man auf ein Rückseitenbild und begnügte sich stattdessen mit Ornamenten: Diese Note war dazu bestimmt, die silberne 5-Franken-Münze zu ersetzen, falls diese im Kriegsfall gehortet und damit dem Geldumlauf entzogen werden würde. Entgegen allen Plänen blieb die 5er-Note dann aber doch bis 1980 in Umlauf.