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Fränkisches Reich, Merowinger, Tremissis, 6. Jh. n. Chr.

Denomination: Tremissis (1/3 Solidus)
Prägeautorität: Merowinger
Prägeort: Unbestimmt
Prägejahr: 500 n. Chr. - 600 n. Chr.
Gewicht in Gramm: 1.23
Durchmesser in mm: 11.1
Material: Gold
Eigentümer: Deutsche Bundesbank

Die Franken begannen ihre eigene Goldprägung mit wenigen Solidi und den Tremisses als Hauptnominal. Während die zentrale Königsmacht langsam zerfiel, wurde auch das Recht, Münzen zu prägen, von den verschiedensten Instanzen an den verschiedensten Orten ausgeübt. Die Praxis bestand darin, einen Monetar mit der Prägung zu beauftragen. Da dieser stets für die Produktion verantwortlich war, signierte er seine Münzen mit Namen. Er musste dafür einstehen, dass das Gewicht und die Feinheit der Münze gewahrt wurden.

Grössere Städte, Gutsherren, Bischöfe, Klöster, königliche Domänen, der Fiskus und andere mehr hatten ihre Monetare. Einige unter ihnen waren fest im Dienste ihrer Herren, andere unterhalten Werkstätten und nahmen Auftragsarbeiten an. Eine Vorschrift aus der Mitte des 8. Jahrhundert verfügte, dass ein Monetar pro 22 Solidi ein Stück für die Prägekosten anrechnen durfte.

Die merowingischen Monetarmünzen zeigten trotz Vielfalt eine bestimmte Einheitlichkeit der Ausführung. Kopfdarstellung und Kreuz in verschiedenen Ausführungen gehörten zu den ständig wiederkehrenden Teilen des Münzbildes. Die Schrift war, wenn gelegentlich auch schwer, doch lesbar. Gegen Ende des 6. Jahrhundert verfiel die Feinheit des Goldes zusehends. Das Silber verdrängte in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts das Gold als Münzmetall; die Denare kamen wieder auf, der Name in der Form «dinarius» war bereits auf den ersten Serien angegeben.