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Lateinisches Kaiserreich, Fürstentum Achaia, Robert von Anjou-Tarent (1346-1364), Dukat
| Denomination: | Dukat |
| Prägeautorität: | Fürst Robert von Anjou-Tarent |
| Prägeort: | Clarentia |
| Prägejahr: | 1346 n. Chr. - 1364 n. Chr. |
| Gewicht in Gramm: | 3.53 |
| Durchmesser in mm: | 20.24 |
| Material: | Gold |
| Eigentümer: |
Im März 1204 eroberten auf dem vierten Kreuzzug gegen den Islam fanatische christliche Kreuzritter die christliche Stadt Konstantinopel. Noch vor dem Einnahme schlossen Venezianer und Franken einen formellen Vertrag über die Aufteilung des Byzantinischen Reichs und über die Plünderung der Stadt. Die Beute sollte unter anderem zur Begleichung der Schulden benutzt werden, welche die Organisatoren des vierten Kreuzzuges bei Venedig hatten machen müssen.
Zur Rechtfertigung für die Eroberung der reichen und prächtigen Stadt Konstantinopel errichteten die Kreuzfahrer anstelle des byzantinisch-christlichen Reiches ein lateinisch-christliches Kaiserreich. Das kleine, aber reiche Fürstentum Achaia an der Nordküste des Peloponnes war einer der drei Vasallenstaaten dieses Lateinischen Kaiserreichs. Dort wurde um die Mitte des 14. Jahrhunderts dieser Dukat geprägt.
Robert von Tarent aus dem Hause Anjou war noch minderjährig beim Tod seines Vaters im Jahr 1332. So trat der Junge die Regierung unter der Vormundschaft seiner Mutter Catherine de Valois-Courtenay an. Als sie 1346 starb, übernahm Robert die Regierung in Achaia selbst. Er liess in seinem Fürstentum eine Vielzahl fremder Münzen nachprägen, darunter diesen Dukaten nach venezianischem Vorbild. Das Gewicht entspricht fast genau dem Dukaten aus Venedig, was den Handel mit der Lagunenstadt gewiss erleichterte und förderte.
