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Königreich Thailand, Chakri-Dynastie, Rama IV. (1851-1868), Pod Duang (Kugelgeld) im Wert von 1 Baht

Denomination: Pod Duang
Prägeautorität: König Rama IV. von Thailand
Prägeort: Unbestimmt
Prägejahr: 1851 n. Chr.
Gewicht in Gramm: 15
Durchmesser in mm: 16
Material: Silber
Eigentümer: Sunflower Foundation

Das Gebiet des modernen Thailand ist seit mindestens 8000 v. Chr. besiedelt: Um die Wende vom 4. zum 3. Jahrtausend v. Chr. entstand hier die älteste bekannte Bronzekultur der Welt. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten Reiche, Dynastien und Herrscher; doch ihre kulturellen Errungenschaften blieben erhalten. So entwickelte sich die thailändische Währung über einen Zeitraum von 2000 Jahren.

Im 13. und 14. Jahrhundert bildete sich das Königreich Sukhothai, dessen bekanntester Herrscher Ramkamhang (1279-1317) wurde, der das thailändische Schriftsystem erneuerte. Während dieser Zeit entstand das Silbergeld Pod Duang. Unter Sammlerinnen und Sammlern ist dieses Geld heute unter den Begriffen «Kugelmünzen» oder «Bullet Coins» bekannt. Das Pod Duang war wertvolles Geld; daneben lief als Kleingeld die Kauri um, eine Meeresschneckenschale, die Bia genannt wurde.

Kugelmünzen bestehen aus fast reinem Silber, die mit den Zeichen der jeweiligen Herrscherdynastie und den Symbolen des regierenden Königs markiert sind. Alle zeigen das Chakra, das Zeichen in Form einer kleinen Sonne für den Gott Wischnu. Am zweiten Münzzeichen lässt sich der Herrscher identifizieren: Bei unserer Münze handelt es sich um das Mongkut, die siamesische Königskrone. Dieser Stempel wird König Rama IV. zugeordnet, einem König der heute noch herrschenden Chakri-Dynastie (seit 1782).