Münzsammlung 〉 Frühmittelalter 〉 Mittel- und Westeuropa 〉 Deutschland 〉 Heiliges Römisches Reich, Hermann I. von Schwaben (926-948) und Otto I. (936-973), Denar (Pfennig)
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Heiliges Römisches Reich, Hermann I. von Schwaben (926-948) und Otto I. (936-973), Denar (Pfennig)
| Denomination: | Denar (Pfennig) |
| Prägeautorität: | Herzog Hermann I. von Schwaben und König Otto I |
| Prägeort: | Breisach |
| Prägejahr: | 936 n. Chr. - 948 n. Chr. |
| Gewicht in Gramm: | 1.4 |
| Durchmesser in mm: | 20 |
| Material: | Silber |
| Eigentümer: | Schweizerisches Landesmuseum Dep. ZB |
Im Jahr 911 erlosch die Dynastie der Karolinger im Ostfränkischen Reich. Dies brachte ein Wiederaufleben der alten Stammesherzogtümer – Franken, Sachsen, Bayern, Schwaben und Lothringen –, die unter den Karolingern aufgehoben worden waren. Die Fürsten diese Gebiete übernahmen nun selbst die Münzprägung. Die ersten schwäbischen Münzen stammten von Herzog Hermann I., der in Breisach und Zürich münzte.
936 wurde Otto, der Herzog von Sachsen, zum deutschen König gewählt. Hermann von Schwaben anerkannte die Vorherrschaft des Königs und dokumentierte dies, indem er seine Münzen sowohl in eigenem Namen als auch im Namen Ottos ausgab. Dieser Pfennig zeigt Otto mit Krone und Bart und der Umschrift OTTO PIVS REX (Otto der Fromme König). Die Rückseite nennt den Namen von Herzog Hermann und der Münzstätte Breisach in Form eines Kreuzes: H(e)RMANN und PRIS(a)Cus.
Otto I. war es aber auch, der mit seinen Münzrechtsverleihungen die Basis legte zur Zersplitterung des deutschen Münzwesens. Die Vergabe des Münzprivilegs an geistliche Fürsten und Äbte war Teil seiner Politik, einen Gegenpol zu den mächtigen Stammesherzögen zu bilden und damit das Königtum zu stärken. Das Ziel wurde nicht erreicht, statt dessen legte sie den Grundstock für den Partikularismus des deutschen Münzwesens.
