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Königreich Frankreich, Philipp VI. von Valois (1328-1350), Pavillon d'or o.J. (ca. 1339.1350)

Denomination: Pavillon d'or
Prägeautorität: König Philipp VI. von Frankreich
Prägeort: Unbestimmt
Prägejahr: 1339 n. Chr. - 1350 n. Chr.
Gewicht in Gramm: 5.09
Durchmesser in mm: 30.7
Material: Gold
Eigentümer: Deutsche Bundesbank

Im Jahr 1339 begannen zwischen Frankreich und England die grossen Auseinandersetzungen, die als Hundertjähriger Krieg in die Geschichte eingingen. König Eduard III. von England machte als Enkel König Philipps IV. Ansprüche auf den französischen Thron geltend. Weitere und entscheidende Streitpunkte waren der in Südwestfrankreich gelegene englische Lehnsbesitz Guyenne und das durch seine Wollfabrikation und seinen Handel wirtschaftlich für beide Länder so wichtige und begehrenswerte Flandern.

König Philipp VI. gab in seinen 22 Regierungsjahren insgesamt zehn Goldmünzentypen aus. Allein sieben verschiedene Goldmünzen folgten einander in raschem Wechsel zwischen 1337 und 1341, jede gegenüber der vorhergehenden aufgewertet, da der Krieg mit England grosse finanzielle Lasten brachte. Zu den in diesen Jahren geschaffenen Ausgaben gehört auch der Pavillon dor, der 1339 in Umlauf gesetzt wurde. Die Vorderseite füllt ein grosses Zelt, dessen französische Bezeichnung Pavillon der Münze den Namen gab. Es war nach vorne weit geöffnet, innen mit Lilien geschmückt und gab den Blick frei auf den thronenden König. Die Lilie, die als oberer Abschluss den Pavillon krönte, kennzeichnete zugleich den Anfang der Umschrift.