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Aitolien, Aitolische Liga, Stater. 3. Jh. v. Chr.
| Denomination: | Stater |
| Prägeautorität: | Aitolische Liga |
| Prägeort: | Unbestimmt |
| Prägejahr: | 279 v. Chr. |
| Gewicht in Gramm: | 10.36 |
| Durchmesser in mm: | 24 |
| Material: | Silber |
| Eigentümer: | Sunflower Foundation |
Die aitolische Liga war ein Zusammenschluss der Stammesverbände in der antiken Landschaft Aitolien in Zentralgriechenland. Wohl wegen ihrer starken Durchmischung mit den Illyriern und einem kaum verständlichen Dialekt wurden diese Stämme von den übrigen Griechen als Halbbarbaren abgetan: den Griechen galt jeder, der nicht oder nur schlecht Griechisch sprach als «Barbar», nach dem lautmalerischen «bar-bar» (ähnlich wie man heute für Unverständliches «blah-blah» oder «rhabarber-rhabarber» sagt). Bis ins 4. Jahrhundert v. Chr., nahmen die aitolischen Stämme denn auch nicht am geistigen oder politischen Leben Griechenlands teil.
Dann jedoch entstand, wohl als Ergebnis einer gegen Sparta gerichteten Verbindung mit Theben, in den 370er-Jahren v. Chr. die aitolische Liga. Fast hundert Jahre später wurde die Liga zu einem Machtfaktor, als die Aitoler den in Griechenland eingefallenen keltischen Stämmen (von den Griechen Galater genannt) ein weiteres Vordringen verwehrten und so das Orakel von Delphi retteten (279 v. Chr.). Zum Gedenken an diesen Sieg wurde von nun an in Delphi jährlich ein grosses Fest mit Wettkämpfen und Musik gehalten, die sogenannte Soteria. Zu diesem Zeitpunkt setzte auch die aitolische Münzprägung ein. Dieser Stater zeigt auf der Vorderseite den Kopf des Gottes Apollo, der in Delphi seinen Wohnsitz hatte und dort seine Prophezeiungen aussprach. Auf der Rückseite ist Aitolos abgebildet, der gemäss der griechischen Mythologie in Olympia durch einen Wettrennen gegen seine beiden Brüder den Thron seines Vaters in Elis gewann.
