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Sizilien, Naxos, Hemilitra (1/2 Litra), ca. 420-403 v. Chr.
| Denomination: | Hemilitra (1/2 Litra) |
| Prägeautorität: | Stadt Naxos |
| Prägeort: | Naxos |
| Prägejahr: | 420 v. Chr. - 403 v. Chr. |
| Gewicht in Gramm: | 0.44 |
| Durchmesser in mm: | 12 |
| Material: | Silber |
| Eigentümer: | Sunflower Foundation |
Gemäss der griechischen Überlieferung war Naxos die erste griechische Kolonie auf Sizilien. Die Kolonisten stammten aus Chalkis in Euböa und erreichten Sizilien in den 30er-Jahren des 8. Jahrhunderts v. Chr. Aufgrund des Namens der neu gegründeten Stadt wird vermutet, dass sich unter den Kolonisten auch Leute von der Ägäis-Insel Naxos befanden. Sowohl im griechischen wie auch im sizilischen Naxos wurde auf jeden Fall der Weingott Dionysos verehrt. Das zeigte sich bei beiden Städten auch im Münzbild.
Diese Hemilitra trägt auf der Vorderseite den Kopf des Weingottes Dionysos, während die Rückseite sein Attribut zeigt, die Weintraube. Die Münze entstand kurz vor der Zerstörung von Naxos im Jahr 403 v. Chr. Damals schleiften Truppen im Sold des Tyrannen Dionysius von Syrakus die Stadt. Naxos wurde nach der Zerstörung nicht mehr aufgebaut; heute erinnern nur noch einzelne Mauerzüge an die erste griechische Kolonie auf Sizilien.
Dionysos war der Sohn des Zeus; als Mutter werden die Fruchtbarkeitsgöttinnen Demeter oder Persephone oder eine Sterbliche namens Semele genannt. Die bekannteste Geschichte ist jene von Zeus und Semele. Zeus hatte in menschlicher Gestalt eine Liebschaft mit Semele, der Tochter des Königs von Theben. Zeus eifersüchtige Ehefrau Hera soll Semele überredet haben, sich von Zeus als Liebesbeweis zu erbitten, sich ihr in seiner wahren Gestalt zu zeigen. Zeus habe sich ihr daraufhin als Blitz gezeigt und sie verbrannt. Da sie bereits mit Dionysos schwanger gewesen sei, habe Zeus das Kind in seinen eigenen Schenkel eingenäht. Nach drei Monaten öffnete er ihn wieder und brachte Dionysos hervor.
