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Kaiserreich China, Nördliche Song-Dynastie, Zhezong (1086-1100), 2 Ch'ien (Käsch), 1094
| Denomination: | 2 Ch'ien |
| Prägeautorität: | Kaiser Zhezong |
| Prägeort: | Unbestimmt |
| Prägejahr: | 1094 n. Chr. |
| Gewicht in Gramm: | 6.8 |
| Durchmesser in mm: | 30 |
| Material: | Kupfer |
| Eigentümer: | Sunflower Foundation |
Gegen Mitte des 11. Jahrhunderts wurden in China tiefgreifende Reformen nötig. Zwischen Reich und Arm, Stadt und Land klaffte eine breite Kluft. In den Geschäften der Städte wurden gegen klingende Münze sämtliche Luxusgegenstände des Orients angeboten: modern anmutende Dinge wie Toilettenpapier, parfümierte Seife oder farbiger Nagellack, aber auch exotische Leckerbissen wie «gedünsteter Hund» oder «zweibeiniger Hammel» – eine nicht eben schmeichelhafte Umschreibung für Menschenfleisch. In krassem Gegensatz zu den übersättigten Gourmets der Städte mussten auf dem Land viele Bäuerinnen ihre neugeborenen Kinder ertränken, da sie sie nicht ernähren konnten.
So setzte die Regierung Subventionsprogramme in Gang, die den Bauern Kredite ermöglichten. Dazu wurden Margen beschnitten, Handelsmonopole unterbunden und feste Preise eingeführt. Um die Wirtschaft anzutreiben wurde für grössere Transaktionen «fliegendes Geld» ausgegeben: Banknoten, gedruckt in mindestens drei Farben auf einer parfümierten Mischung aus Papier und Seide. Daneben wurden vermehrt Münzen gegossen; neben den 1 Käsch Münzen gab es nun auch Mehrfachnominale. Diese Münze hat einen Wert von 2 Käsch; daneben gab es auch Stücke von 3 und 10 Käsch.
