Münzsammlung ⟩ Altertum ⟩ Griechische Welt ⟩ Italien ⟩ Süditalien, Lukanien, Thurioi, Diobol, ca. 420 v. Chr.

Zurück

Süditalien, Lukanien, Thurioi, Diobol, ca. 420 v. Chr.

Denomination: Diobol
Prägeautorität: Stadt Thurioi
Prägeort: Thurioi
Prägejahr: 420 v. Chr. - 400 v. Chr.
Gewicht in Gramm: 1.01
Durchmesser in mm: 13
Material: Silber
Eigentümer: Sunflower Foundation

Wie es den Griechen im 5. Jahrhundert v. Chr. möglich war, auf kleinsten Münzen solch detaillierten Münzbilder anzubringen, ist bis heute ein Rätsel: dieses Münzchen hat einen Durchmesser von gerade einmal 13 Millimetern. Optische Vergrösserungsgeräte gab es, zumindest nach unserem heutigen Wissensstand, damals noch nicht – die wurden erst in der Renaissance entwickelt, fast 2000 Jahre später. Man kann zwar davon ausgehen, dass die Menschen damals bessere Augen hatten als wir, und bestimmt spielten bessere Luftverhältnisse eine Rolle, denn es herrschte im Gegensatz zu heute klareres Licht und dadurch verbesserte sich die Sicht. Dennoch kann die kunstvolle Technik des Stempelschnitts, wie sie auf dieser Kleinmünze zum Ausdruck kommt, heute nicht mehr nachvollzogen und entsprechend nicht hoch genug eingestuft werden.

Dieser Diobol (ein doppelter Obol) stammt aus Thurioi (auch Thurium), einer Stadt in Magna Graecia am Golf von Tarent. Die Vorderseite zeigt den Kopf der Göttin Athene, während auf der Rückseite ein Stier und darunter ein Fisch abgebildet sind.