Münzsammlung ⟩ Altertum ⟩ Griechische Welt ⟩ Türkei

Ephesos (?), Stater, Elektron, ca. 630 v.Chr.

Dieser Stater gehört in die Anfänge der Münzprägung im Mittelmeerraum. In den grossen Tempeln in der Antike wurden stets Bankgeschäfte durchgeführt – etwa die Aufbewahrung von Depots, Anleihen usw. Der Hirsch war viele Jahrhunderte hindurch das bevorzugte Tier der göttlichen Jägerin Artemis, dere...

Königreich Lydien, Alyattes (?) (ca. 610-561 v. Chr.), Drittelstater

Der Löwe galt als Wappentier des lydischen Königsgeschlechts der Mermnaden, er wurde als irdischer Vertreter des Sonnengottes verstanden. Deswegen stammt diese Münze mit grosser Wahrscheinlichkeit von den Lydern. Die Anzahl der Münzen dieses Typs, die erhalten geblieben sind, lässt darauf schlies...

Ionien, 1/96 Stater (ungewisser Münzfuss), Elektron, ca. 625-580 v. Chr.

«Elektron» oder «weisses Gold» nannten die Griechen das Material, aus dem die frühesten Münzen hergestellt wurden. Es bestand zumeist aus drei Komponenten: Gold, Silber und – sobald die Mischung des Metalls künstlich hergestellt wurde – Kupfer. Die Beimengung vom letzterem half den Erstarrungspun...

Ionien, Hekte (1/6 Stater, lydo-milesischer Münzfuss), 600-580 v. Chr.

Diese Hekte aus Elektron wurde nach dem Münzfuss von Milet geprägt und ist sehr selten. Bemerkenswert daran ist vor allem die Rückseite; sie ist nicht wie bei den frühen Münzen ohne jegliche Darstellung, sondern geometrisch gestaltet. Technisch erreichte man diesen Effekt, indem man nicht wie frü...

Ionien, 1/48 Stater (Lydo-milesischer Münzfuss), Elektron, ca. 600-580 v. Chr.

Wofür hat man eigentlich die ersten Münzen hergestellt? Ganz klar, für den Handel, möchte man antworten. Aber so klar ist das eben nicht, denn der Handel war jahrhundertelang ohne Münzen ausgekommen. Die ersten Elektronklümpchen erhielten vielleicht aus einem ganz anderen Grund ihre charakteristi...

Ionien, Myshemihekte (1/24 Stater, ungewisser Münzfuss), Elektron, ca. 625-570 v. Chr.

Um 600 v. Chr. wurde in den Städten Ioniens eine folgenschwere Neuerung eingeführt: Münzgeld. Die Aristokratie, wenig überraschend, rümpfte die Nase ob der neuen Entwicklung. Sie sträubte sich heftig gegen die Vorstellung, dass ein Händler künftig die gleiche Kaufkraft verfügen sollte wie ein Adl...

Ionien, 1/48 Stater (unbestimmter Münzfuss), Elektron, ca. 600-580 v. Chr.

Ab wann kann man eigentlich Münzen als Geld bezeichnen? Dumme Frage, möchte man meinen, Münzen sind doch Geld. Und doch, wenn man sich dieses winzige Stück Metall mit seinem Gewicht von 0,23 Gramm und einem Durchmesser von 6 Millimetern ansieht, dann fragt man sich, wie so eine kleine Münze im Ha...

Ionien, Phokaia, 1/48 Stater, 625-550 v. Chr.

Die Hafenstadt Phokaia wurde im 8. Jahrhundert v. Chr. gegründet. Da sie an dem Ende einer wichtigen Handelsstrasse vom mittleren Osten zur Ägäis lag, und da ihr genügend fruchtbares Hinterland fehlte, um ihre Bürger mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen, lag ihre Entwicklung als Handelsstadt ...

Ionien, Samos (?), Hekte (1/6 Stater, samisch-euböischer Münzfuss), 600-580 v. Chr.

Diese Hekte ist eine sehr frühe Münze und kann mit grosser Wahrscheinlichkeit einer Münzstätte auf Samos zugeschrieben werden, einer Insel in der nördlichen Ägäis vor der kleinasiatischen Küste. Die ionischen Städte Kleinasiens prägten nach unterschiedlichen Gewichtsstandards. Auf Samos verwendet...

Ionien, Myshemihekte (1/24 Stater, Münzfuss von Milet), 600-580 v. Chr.

Auf dieser Myshemihekte, dem vierundzwanzigsten Teil eines Staters, ist eine Löwenpranke von oben dargestellt. Dieses Motiv mag auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, kommt aber in der frühen Münzprägung recht häufig vor.

Im Fund aus dem Artemision von Ephesos hat man zahlreiche Mü...