Münzsammlung ⟩ Altertum ⟩ Byzantinisches Reich ⟩ Türkei

Byzantinisches Kaiserreich, Anastasius (491-518 n. Chr.), Tremissis, Konstantinopel

Obwohl die tatsächliche Trennung zwischen Ost- und Westreich beim Regierungsantritt des Anastasius bereits fast ein Jahrhundert anhielt, pflegt man erst mit seiner Regierungszeit die eigenständige Entwicklung des byzantinischen Reiches anzusetzen. Die Grundlagen hatten Diokletian und Konstantin d...

Byzantinisches Kaiserreich, Anastasius I. (491-518), Solidus, Konstantinopel

Was erhofft man sich, wenn man einen über 60-Jährigen auf den Kaiserthron beruft? Einen mit allen Wasser gewaschenen, erfahrenen Fuchs, oder einen Hampelmann, der aus dem Hintergrund leicht gelenkt werden kann? Wir wissen nicht, was Ariadne dazu bewogen hatte, Anastasius als Nachfolger ihres vers...

Byzantinisches Kaiserreich, Anastasius I. (491-518), Follis (40 Nummia), 512-517, Konstantinopel

Es ist nicht möglich, zwischen dem römischen und dem byzantinischen Reich eine klare Grenze zu ziehen: das Ostreich entwickelte sich nahtlos weiter zum byzantinischen Reich. Darüber hinaus behauptete sich Byzanz auch diplomatisch lange Zeit als das römische Reich schlechthin.

In der Münzp...

Byzantinisches Kaiserreich, Justinian I. (527-565), Solidus, 538-547 n. Chr.

Justinian stammte aus einer einfachen Familie. Sein Onkel Justinus holte ihn nach Konstantinopel und sorgte für seine Ausbildung. Selbst zum Kaiser geworden, zog er den jungen Justinian als Berater heran und ernannte ihn kurz vor seinem Tod zum Mitkaiser. Justinian vertrat die Idee eines umfassen...

Byzantinisches Kaiserreich, Justinian I. (527-565), Follis, Jahr 22 von Justinians Herrschaft (548/549)

Diese in Konstantinopel im Jahr 548 geprägte Bronzermünze wird als Follis bezeichnet. Interessant ist das grosse «M» auf der Rückseite: Es handelt sich um eine der seltenen Wertangaben der damaligen Zeit. Es ist durchaus kein Zufall, dass es Kleinmünzen aus Unedelmetall waren, welche als erste so...

Byzantinisches Kaiserreich, Justinus II. (565-578 n. Chr.), Pentanummium (1/8-Follis), Konstantinopel

Im Jahr 498 n. Chr. wurde in Byzanz eine Reform der Kupferwährung durchgeführt. Diese Massnahme war überfällig: Im Osten des Römischen Reiches gab es damals kein Zahlungsmittel mehr, dessen Wert zwischen 1 Nummus und 1 Tremissis lag – wobei 1 Tremissis 2400 bis 4800 Nummia wert war. Das wäre also...