Münzsammlung ⟩ Altertum ⟩ Kelten ⟩ Deutschland

Oberrhein, Helvetier, Stater (Imitation eines Philipp-Staters), 3. oder 2. Jh. v. Chr.

Die Goldmünzen des Makedonenkönigs Philipp II. und seines Sohnes Alexander des Grossen standen am Anfang der keltischen Geldgeschichte. Die Statere der makedonischen Könige wurden keltischen Fürsten als diplomatische Geschenke und keltischen Offizieren im Heer als Sold überreicht.

Bei di...

Hessen oder Rheinland, Stater (Regenbogenschüsselchen), 2. Jh. v. Chr.

«Regenbogenschüsselchen» lautet die numismatische Bezeichnung für diese schüsselförmig gewölbten Münzen der Kelten. Sie waren eine Kombination aus griechischer, römischer und keltischer Kultur. Ihr Gewicht entsprach dem griechischen Stater, während das Bildmotiv keltifiziert, aber von römischen M...

Oberes Donaugebiet, Stater (Regenbogenschüsselchen), 2. Jh. v. Chr.

Diese keltische Goldmünze ist unter dem Namen «Regenbogenschüsselchen» bekannt. Er geht auf die mittelalterliche Vorstellung zurück, dass sich am Ende eines Regenbogens jeweils ein Goldschatz befinde. Tatsächlich fanden Bauern nach einem starken Gewitter oft solche kleinen, schüsselförmigen Münzc...

Süddeutsches Gebiet, Vindeliker, Stater (Regenbogenschüsselchen), 2.-1. Jh. v. Chr.

Die Wahl des üblichen Münzmetalls für die «keltischen» Nachahmungen hing davon ab, welchem Wirtschaftsgebiet die Urheber nahestanden. War die Vorlage ein griechischer Goldtyp, zum Beispiel der Alexanderstater, dann prägten die Kelten lange danach auch ihre eigenen Typen in Gold.

Man kann ...

Süddeutsches Gebiet, Treverer, Stater, 1. Jh. v. Chr.

Nur noch das grosse Auge erinnert an die ursprüngliche Profildarstellung der griechischen Vorbilder. Das Pferd ist ein stets wiederkehrendes beliebtes Motiv der «keltischen» Münzen. Die Zuweisung der «Augenstatere» an den Trevererstamm ist alt. Die Verbreitung zeigt eine starke Konzentration in i...

Rheinland, Vagiones, Quinar, 1. Jh. v. Chr.

Diese keltische Silbermünze ist von ihrem Gewicht her ein Quinar und wird, gestützt auf das Münzbild der Vorderseite, als «Quinar mit dem tanzenden Männlein» bezeichnet. Das tanzende Männlein ist in Wirklichkeit ein rennender Krieger, der in der rechten Hand den Torques schwingt: einen keltischen...

Römische Kaiserzeit, Raetien, (Oberbayern) Vindeliker, B-Denar (ca. 100 n. Chr.)

Der römische Kaiser Otho war nur während drei unruhigen Monaten an der Macht. Um seine Truppen besolden zu können, gab er reichlich Gold- und Silbermünzen aus. Es nützte ihm nichts – im April 69 wurden seine Truppen von meuternden Legionen geschlagen.

Trotz der nur kurzen Regierungszeit...