Münzsammlung ⟩ Frühmittelalter ⟩ Südeuropa ⟩ Italien

Königreich der Langobarden, Mauricius Tiberius (582-602 n. Chr.), Tremissis

Die Langobarden zogen 567 aus Pannonien nach Italien. In der ersten Phase nach der Landnahme setzten sie die Prägetradition der Germanen in Italien fort: Man ahmte die gängigen Typen von Byzanz nach. Die Legenden waren völlig verdorben, da die Stempelschneider offensichtlich kein Latein verstande...

Königreich der Langobarden, Herzogtum Benevent, Arichis II. (758-787 n. Chr.), Tremissis

Aus Gotland oder Schonen stammend, wie die Sage berichtet, sassen die Langobarden um Christi Geburt an der unteren Elbe. Nach wechselvollem Schicksal im Verband mit anderen germanischen Stämmen zog ein Teil im 5. Jahrhundert nach Süden. Um 490 besetzten sie Teile von Noricum (im heutigen Österrei...

Fränkisches Reich, Karl der Grosse (768-814), Denar (Pfennig), nach 793, Mailand

In den Jahren 793-794 führte der fränkische König Karl der Grosse eine umfassende Reform des karolingischen Münzwesens durch. Karls «novi denarii», wie sie auf der Frankfurter Synode von 794 genannt wurden, zeigten auf der einen Seite das königliche Monogramm mit dem Namen und dem Titel des König...

Fränkisches Reich, Karl der Grosse (768-814), Denar (Pfennig), nach 794, Mailand

Der Pfennig war der Nachfolger des römischen Denars. Das deutsche Wort «Pfennig» und die englischen Begriffe «penny» oder «pence» waren Entsprechungen für die lateinische Bezeichnung «denarius» – das «d» auf den englischen Kupferpennys zeugte lange Zeit von dieser Verbindung. Und auch der französ...

Frankenreich, Ludwig I. der Fromme (814-840), Denar (Pfennig) o.J. (814), Venedig

Dieser Denar wurde in Venedig geschlagen, wie aus der Legende auf der Rückseite zu ersehen ist. Die Münze stammt von Kaiser Ludwig dem Frommen, dem Sohn und Nachfolger Karls des Grossen, und wurde in Ludwigs erstem Regierungsjahr geprägt.

Dass karolingische Münzen in Venedig ausgegeben ...

Fränkisches Reich, Ludwig der Fromme (814-840), Denar (Pfennig)

Tempelfassade mit Umschrift XRISTIANA RELIGIO. Auf der Vorderseite Kreuz und Name LVDOVICVS. Dieser Münztyp mit Tempelfassade und Ludwigs Namenszug wurde noch lange nach dem Tod des Königs geprägt.

Heiliges Römisches Reich, Ludwig der Fromme (814-840), Denar (Pfennig)

Gegen Ende des 8. Jahrhunderts reformierte der Frankenkönig Karl der Grosse das Münzwesen seines Reichs. Er führte eine neue Gewichtseinheit ein, das Karlspfund, aus dem 240 silberne Pfennige gemünzt werden sollten. Dies waren die typischen karolingischen Pfennige (lateinisch auch Denare genannt)...

Frankenreich, Ludwig der Fromme (814-840), Denar (Pfennig), Mailand

Die unter dem Frankenkaiser Ludwig dem Frommen in den lombardischen Städten geprägten Denare waren sehr einheitlich. Die Vorderseite nannte stets den Münzherrn, während die Rückseite jeweils die Münzstätte angab, im vorliegenden Fall Mediolanum für Mailand. Mailand war neben Pavia und Treviso ein...

Königreich der Langobarden, Herzogtum Benevent, Sighard (832-839), Solidus

Stilisiertes Bildnis des Herzogs. Auf der Rückseite Stufenkreuz nach byzantinischem Vorbild. Unter dem Einfluss von Byzanz wurden in der Lombardei und in Süditalien bis ins 9. Jahrhundert Goldmünzen geprägt, im westlichen Europa hingegen gab es damals schon lange kein Goldgeld mehr.

Kirchenstaat, Johannes VIII. (872-882) mit Kaiser Karl II. (875-877) oder Karl III. (881-887), Denar

Es ist nicht sicher, ob die Kirche von Rom in den ersten 100 Jahren wirklich durch einen einzigen Bischof – den Papst – oder durch ein Kollegium von Priestern geführt wurde. Der erste Bischof von Rom jedenfalls, der den lateinischen Titel «papa» (Papst) für sich in Anspruch nahm, war Siricius (38...