Münzsammlung 〉 Hochmittelalter 〉 Mittel- und Westeuropa 〉 Deutschland
| Heiliges Römisches Reich, Konrad II. (1024-1039), Pfennig, 1024-1027, Regensburg
Mittelalterliches Leben spielte sich in einem bescheidenen räumlichen Rahmen ab: in der Abgeschiedenheit eines Klosters, in der Beengtheit einer Burg, in der Trostlosigkeit eines Weilers oder der Einsamkeit eines abgelegenen Hofes. In ganz Europa gab es im Mittelalter keine 50 Städte, in denen me... |
| Heiliges Römisches Reich, Markgrafschaft Brandenburg, Albrecht der Bär (1123-1170), Pfennig (Brakteat), Wegeleben
Die Askanier gehörten zu den wichtigen deutschen Fürstengeschlechtern des 12. Jahrhunderts. Der Name leitete sich von der latinisierten Form Ascharia ihrer Burg in Aschersleben ab. Später übernahmen die Askanier den Titel «Fürsten von Anhalt». Albrecht der Bär, den wir hier auf diesem P... |
| Heiliges Römisches Reich, Herzogtum Braunschweig, Heinrich der Löwe (1139-1195), Pfennig (Brakteat)
Das Bild auf diesem Brakteat ist sprechend: Jedem Zeitgenossen war sofort klar, dass die Münze von Heinrich dem Löwen stammte, dem Herzog von Bayern und Sachsen – einem der mächtigsten Fürsten des 12. Jahrhunderts. Als umtriebiger und zielstrebiger Herrscher betrieb Heinrich intensiv die Ostkolon... |
| Heiliges Römisches Reich, Erzbistum Mainz, Heinrich I. von Harburg (1142-1153), Pfennig (Brakteat), Erfurt
Etwa von 1130 bis 1350 wurden in einigen Teilen Deutschlands Münzen ausgegeben, die man später «Brakteaten» nennen sollte. Der Name ist ein gelehrter Fachausdruck des 17. Jahrhunderts und stammt aus dem Lateinischen: bractea – dünnes Blech. Die Prägung solcher Münzen begann in der Markgrafschaft ... |
| Heiliges Römisches Reich, Bistum Halberstadt, Ulrich von Reinstein (erste Regierung 1149-1160), Pfennig (Brakteat)
Das Bistum Halberstadt ging aus den Missionsbemühungen von Karl dem Grossen (768-814) in Sachsen hervor. Im Jahre 980 wurden dann Reliquien des heiligen Stephan aus Metz nach Halberstadt gebracht. Stephan war der erste christliche Märtyrer. Deshalb führt sein Tag, der 2. Januar, bis heute die zwö... |
| Heiliges Römisches Reich, Walter II. von Arnstein (1135-1166), Pfennig (Brakteat), Hettstedt
Grösse und Macht brauchen bei Münzherren nicht identisch mit Qualität und künstlerischem Empfinden zu sein. Das Umgekehrte gilt selbstverständlich auch: Wie unser Beispiel hier zeigt, verpflichteten oft auch kleine, eher unbedeutende Münzherren die besten Künstler ihrer Zeit und prägten die schön... |
| Herrschaft Arnstein, Walter II., Pfennig (Brakteat)
Der Adler mit offenen Schwingen findet sich auf allen Arnsteiner Pfennigen. Das Münzbild ist mit Ornamenten vollständig ausgefüllt, den Rand ziert eine Trugschrift. Der Pfennig ist einseitig auf dünnes Silberblech geprägt. |
| Heiliges Römisches Reich, Münzenberg und Wetterau, Kuno von Münzenberg (*ca. 1151, † 1212), Pfennig (Brakteat)
In den 1150er-Jahren erbauten Konrad II. von Arnsburg und seine Frau Luitgart auf dem Münzenberg in der Wetterau eine Burg. Ihr 1151 geborener Sohn Kuno nannte sich später, nach dem neuen Stammsitz der Familie, folgerichtig Kuno von Münzenberg. Von ihm stammt dieser Brakteat, ein einseitig gepräg... |
| Heiliges Römisches Reich, Erzbistum Magdeburg, Wichmann von Seeburg (1152-1192), Pfennig
Heiliger Mauritius, Patron des Erzststiftes, als Ritter in Rüstung dargestellt. Mauritius, Offizier der römischen Legionen, starb Ende 3. Jahrhunderts den Märtyrertod. |
| Heiliges Römisches Reich, Markgrafschaft Meissen, Otto der Reiche (1156-1190), Pfennig (Brakteat)
Meissen, der Prägeort dieses ausgefallenen Brakteats, war seit 968 eine Markgrafschaft und Bischofsitz. Von 1089 an stellte das Haus Wettin den Markgrafen, der auch die Münzhoheit inne hatte. Der mittelalterlichen Sitte gemäss liess sich der Markgraf auf der Münze abbilden. Dabei handelte es sich... |
