Münzsammlung 〉 Hochmittelalter 〉 Südeuropa 〉 Italien
| Süditalien, Tari (Imitation des fatimidischen Vierteldinars von al-Muizz), frühes 11. Jh., Salerno oder Amalfi
Das 8. Jahrhundert begann mit einer tödlichen Bedrohung für die Christenheit: Die Araber eroberten Afrika, drangen nach Spanien vor, überquerten die Pyrenäen und marschierten in Gallien ein – wo sie 732 von Karl Martell besiegt und auf die Iberische Halbinsel zurückgedrängt wurden. Doch von Spani... |
| Heiliges Römisches Reich, Republik Genua, Denar (Pfennig), 1139-1352
Als Karl der Grosse sich im Jahr 800 in Rom zum Kaiser krönen liess, hatte Westeuropa gerade einen tiefen geschichtlichen Einschnitt hinter sich. Im 7. und frühen 8. Jahrhunderts hatten nämlich muslimische Eroberer die Süd- und Westküste des Mittelmeeres besetzt. Dadurch wurden der Handel- und Ku... |
| Königreich Sizilien, Roger II. (1105-1154), Tari o.J. (nach 1140), Messina
Im 11. Jahrhundert eroberten Normannen mit päpstlicher Unterstützung die teils Byzanz, teils Langobarden unterstehenden Gebiete Süditaliens sowie die von tunesischen Emiren beherrschte Insel Sizilien. Graf Roger II. von Hauteville formte daraus einen straff organisierten Staat und konnte durch ge... |
| Heiliges Römisches Reich, Friedrich II. von Hohenstaufen (1198-1250), mehrfacher Tari
Der Tari war im 10. Jahrhundert von den Fatimiden eingeführt worden, die damals Sizilien regiert hatten. Die Münze war die arabische Entsprechung eines Vierteldenars. Im 11. Jahrhundert eroberten die christlichen Normannen Sizilien. Sie übernahmen den Tari, der wegen seiner guten Verwendbarkeit i... |
| Heiliges Römisches Reich, Republik Ferrara, Denar (Pfennig) o.J. (ca. 1200-1344)
Im hohen Mittelalter gehörten Nord- und Mittelitalien formell zum Heiligen Römischen Reich, während Süditalien und Sizilien unter der Herrschaft der Normannen standen (sie endete 1189, als der letzte normannische König Wilhelm II. ohne männliche Erben verstarb; danach übernahmen die Staufer die H... |
| Republik Venedig, Enrico Dandolo (1192-1205), Grosso (Matapan), nach 1202
Im Jahr 1202 sammelte sich in Venedig ein Kreuzfahrerheer, und die Stadt erklärte sich bereit, eine Flotte zur Verfügung zu stellen. Dazu mussten neue Schiffe gebaut werden. Zur Bezahlung der benötigten Materialien und zur Bezahlung der Arbeiter liess man Vielfache des Denaro aus guter Silberlegi... |
| Heiliges Römisches Reich, Republik Verona, Friedrich II. von Hohenstaufen (1194-1250), Grosso zu 20 Denaren
Zwei der wichtigsten Entwicklungen in der Münzgeschichte des mittelalterlichen Abendlandes fielen ins 13. Jahrhundert – die Einführung von Silbermünzen, die grösser waren als der Pfennig, sowie die Wiedereinführung von Goldmünzen. Beide Entwicklungen nahmen in Italien ihren Anfang, und beide hatt... |
| Heiliges Römisches Reich, Republik Verona, Friedrich von Hohenstaufen (1218-1250), Denaro piccolo scodellato (kleiner Denar) |
| Heiliges Römische Reich, Republik Verona, Grosso zu 20 Denaren, ca. 1218
Das Heilige Römische Reich war beindruckend in seiner Grösse. In heutigen politischen Begriffen ausgedrückt gehörten dazu: Deutschland, Österreich, die Schweiz, das Burgund, Südfrankreich, ganz Oberitalien, die Toskana, Korsika, Sardinien und das Königreich Sizilien, das ganz Süditalien umfasste.... |
