Münzsammlung 〉 Spätmittelalter 〉 Mittel- und Westeuropa 〉 Belgien
| Heiliges Römisches Reich, Hennegau, Margarethe von Konstantinopel (1244-1280), Petit Gros o. J., Valenciennes
Im 12. Jahrhundert war flandrisches Tuch in der gesamten damals bekannten Welt beliebt: Von Nordafrika bis Nowgorod, von der Iberischen Halbinsel bis nach England und Kleinasien kleidete sich – wer es sich leisten konnte – in flämische Stoffe. Seit dem frühen 13. Jahrhundert trafen sich... |
| Heiliges Römisches Reich, Herzogtum Brabant, Johannes II. (1294-1312), Gros tournois, Brüssel
Im Herzogtum Brabant benutzte man für grössere Handelstranksaktionen während langer Zeit englische Sterlinge. Denn einerseits waren die niederländischen Pfennige klein und niedrig bewertet, und andererseits spielte aus England importierte Wolle für die Weber in Flandern und Brabant eine grosse Ro... |
| Herzogtum Brabant, Johann III. (1312-1355), Ecu d'or à la chaise, nach 1337, Löwen
Der französische König Ludwig IX. begann ab 1266 mit der Prägung einer Goldmünze im Wert von 120 Deniers tournois. Er nannte er die Münze Ecu d'or, weil sie auf der Vorderseite den französischen Lilienschild trug; die Rückseite zeigte ein Blumenkreuz. Dem Ecu d'or war allerdings zunächst kein Erf... |
| Heiliges Römisches Reich, Ludwig IV. der Bayer (1328-1347), Chaise d'or, Antwerpen
Ludwig der Bayer war der erste Kaiser seit dem 9. Jahrhundert, in dessen Namen in deutschen Reichslanden wieder Goldmünzen ausgegeben wurden. Sie waren dem französischen Ecu à la chaise von König Philipp IV. nachgestaltet wurden in Antwerpen geprägt – auf Befehl des englischen Königs Eduard III.,... |
| Heiliges Römisches Reich, Königreich Deutschland, Ludwig IV. der Bayer (1314-1347), Goldener Schild, ca. 1338-1347
Die Regierung Kaiser Ludwigs, des ersten Wittelsbachers auf dem deutschen Thron, war belastet durch Gegenkönige und durch die Auseinandersetzung mit dem Papsttum, als deren Folge Ludwig nicht vom Papst, sondern von Vertretern der römischen Republik zum Kaiser gekrönt wurde. Ludwig gab als erstes ... |
| Herzogtum Flandern, Ludwig II. von Maële (1346-1384), Ecu d’or o.J. (14. Jh.), Gent
Reich geschmücktes Lilienkreuz im Vierpass nach dem Vorbild französischer ecus d’or. Auf der Vorderseite der Graf von Flandern auf gothischem Thron, das Schwert haltend. Rechts am Boden stehend das Wappenschild von Flandern. |
| Grafschaft Flandern, Ludwig III. von Mâle (1346-1384), Löwengulden, Gent
Die zwischen der Nordseeküste und dem Fluss Schelde gelegene Grafschaft Flandern gehörte im späten Mittelalter zu den reichsten Ländern Europas. Ihre wirtschaftliche Blüte verdankte sie vornehmlich der hochentwickelten Tuchindustrie in den Städten Brügge, Gent und Ypern und dem Handel. Hier berüh... |
| Grafschaft Flandern, Ludwig III. von Mâle (1346-1384), Flandres, Gent
Die Regierungszeit des Grafen Ludwig bestimmten sowohl aussen- als auch innenpolitische Ereignisse. In den Auseinandersetzungen des von 1337 bis 1453 zwischen Frankreich und England geführten Hundertjährigen Krieges war Flandern eines der Streitobjekte. Während Ludwig sich Frankreich anschloss, o... |
| Herzogtum Brabant, Johanna und Wenzeslaus (1355-1383), Petergulden (1374-1383), Löwen
Das Herzogtum Brabant erstreckte sich im Gebiet des heutigen Belgien und der südlichen Niederlande zwischen den Flüssen Maas und Schelde. Durch das Bistum Lüttich getrennt, lag rechts der Maas das zugehörende, kleine Herzogtum Limburg. Erbin der Herzogtümer war Johanna, da ihre drei Brüder noch v... |
| Grafschaft Flandern, Philipp der Kühne von Burgund (1384-1404), doppelter Helmgulden, Gent
Herzog Philipp, der den Beinamen »der Kühne« seiner Tapferkeit in der Schlacht bei Poitiers gegen die Engländer verdanken soll, erhielt von seinem Vater, König Johann II. von Frankreich, das Herzogtum Burgund als Lehen. Durch seine Ehe mit Margarete, der einzigen Tochter und Erbin des Grafen Ludw... |
