Heiliges Römisches Reich, Bistum Augsburg, Hartmann von Dillingen (1250-1286), Pfennig (Brakteat)

Augsburg war eine bischöfliche Münzstätte, ein Status, den das Bistum durch die ganze Hohenstaufen-Zeit hindurch bewahren konnte. Wie mächtig die geistlichen Herren in Augsburg waren, ist an verschiedenen Aspekten ersichtlich. So prägten die Bischöfe von Augsburg zum Beispiel nicht nur in Augsbur...

Heiliges Römisches Reich, Konradin von Hohenstaufen (1258-1268), Pfennig (Brakteat), Schongau

16-Jährige zu köpfen ist gewiss keine Heldentat! Doch genau dies geschah im Jahr 1268 auf dem Markplatz von Neapel. Der junge Mann, der unter dem Vorwand antipäpstlicher Machenschaften enthauptet wurde, hiess Konradin von Hohenstaufen. Sein Vater, der deutsche König Konrad IV., war 1254 verstorbe...

Heiliges Römisches Reich, Rudolf von Habsburg (?) (1273-1291), Pfennig (Brakteat), ab 1275, königliche Münzstätte Ravensburg

Mit dem Tod Friedrichs II. im Jahr 1250 verwaiste der deutsche Thron; die Dynastie der Hohenstaufen kam zu einem Ende. Verschiedene deutsche Fürsten buhlten um die Königswürde. Könige und Gegenkönige wurden ausgerufen – doch keiner konnte sich halten.

Die königslose Zeit zwischen 1250 und...

Heiliges Römisches Reich, Fürstbistum Trier, Balduin von Luxemburg (1307-1354), Denar

Im Unterschied zu Frankreich und Italien, wo der Gros und der Grosso – die französischen bzw. italienische Variante des Groschens – von der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts an die Hauptrolle spielten, wurden mehrfache Silberpfennigwerte im Rheinland erst ab Mitte des 14. Jahrhunderts ausgegebe...

Heiliges Römisches Reich, Erzbistum Köln, Wilhelm von Gennep (1349-1362), 1/4 Floren (Fiorino d'oro)

Über Jahrhunderte war der Kölner Pfennig die wichtigste Münze in Mitteleuropa. Die Kölner Erzbischöfe verfügten zeitweise über den grössten Münzbetrieb Europas. Ihre Münzen wurden wegen ihrer hohen Qualität bis nach Russland und Skandinavien gehandelt, und es gab Hunderte von Beischlägen zu den K...