Münzsammlung 〉 Spätmittelalter 〉 Südeuropa 〉 Italien
| Heiliges Römisches Reich, Friedrich II. von Hohenstaufen (1220-1250), Grosso zu 6 Denaren, Bergamo
Der Grosso war die erste Silbermünze die schwerer war als der doppelte Denaro, der bis dahin in Italien als grösstes Silbernominal zur Ausprägung gekommen war. Der Name stammte von «Grossus Denarius», d. h. «dicker» oder «schwerer Denar» oder «Pfennig». Benötigt wurden die Grossi, weil der Handel... |
| Heiliges Römisches Reich, Erzbistum Trient, Egno von Eppan (1250-1273), Grosso o.J.
Es gab wohl nur wenige Fürstbischöfe, die ein so bewegtes Leben führten wie Egno von Eppan. Egno war zunächst Geistlicher in Trient, ehe er 1240 auf Betreiben von Kaiser Friedrich II. zum Fürstbischof von Brixen ernannt wurde. Auf diese Weise belohnte der Kaiser, der seit seinem Regierungsantritt... |
| Heiliges Römisches Reich, Republik Mailand, Mezzo Ambrosino d'oro o.J. (14. Jh.)
M für Mailand und das Bildnis des Heiligen Ambrosius. Eine exakte Datierung ist schwierig, denn solche Typen wurden in Mailand ab 1250 für 200 Jahre geschlagen. Der Buchstabe M weist stilistisch in die Mitte des 14. Jahrhunderts. |
| Heiliges Römisches Reich, Republik Florenz, Fiorino d'oro, 1252-1303
Die kleine, aber wohlhabende Republik Florenz begann Mitte des 13. Jahrhunderts mit der Prägung einer Goldmünze, die bald so erfolgreich und begehrt war, dass sie in ganz Europa, von Frankreich bis Ungarn, imitiert wurde. Die Münze zeigte auf der Vorderseite das Wappen von Florenz, eine Lilienblü... |
| Heiliges Römisches Reich, Republik Florenz, Fiorino d'argento (Grosso), ca. 1260
Zur Zeit der Prägung dieses Grosso war Florenz die bedeutendste europäische Handelsstadt und eine der wichtigsten Gewerbestädte des Abendlandes. Der Aufschwung hatte im Verlauf des 11. Jahrhunderts begonnen, als im Gefolge der Kreuzzüge der Handel zu boomen begann. Gegen Ende des Jahrhunderts hat... |
| Heiliges Römisches Reich, Republik Florenz, Fiorino d'argento (Grosso), ca. 1260
Nach der Gründung der Kommune (d. h. der Republik) von Florenz in den ersten Jahrzehnten des 12. Jahrhunderts, dominierten zunächst die sogenannten Grandi – der Adel und die Geldaristokratie – das politische und wirtschaftliche Geschehen der Stadt. Doch bald erfasste der wirtschaftliche Aufschwun... |
| Heiliges Römisches Reich, Rom, Karl von Anjou als Senator von Rom (1263-1278), Grosso Rinforzato, ca. 1263-1278
Mit dem 13. Jahrhundert stieg eine neue Macht auf in Europa. Führende Kraft des Abendlandes war nicht mehr der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, welches längst zum Spielball persönlicher Interessen geworden war. Der mächtigste Herrscher war nun der französische König, dem es gelungen war, Fr... |
| Heiliges Römisches Reich, Stadt Rimini, Grosso, 1265-1385
Durch die Vormachtstellung in Handel, Gewerbe und Finanzwesen entwickelten sich die Städte Oberitaliens im Mittelalter zu den wohlhabendsten Orten Europas. Damit stiegen naturgemäss auch die Ansprüche an den Geldumlauf, was zur Entwicklung grösserer Silbermünzen – den Grossi – führte. Dieses Stüc... |
| Königreich Sizilien, Karl I. von Anjou (1266-1285), Carlino oder Saluto d’oro o.J., Neapel
Der Name dieser Münze – Saluto d'oro – spielt auf das Münzbild an: Es zeigt Mariä Verkündung, und damit jene Szene, in welcher der Engel Gabriel Maria die Geburt eines Sohnes Jesus Christus verkündigt. Auf der Rückseite ist das Wappen von Neapel und Jerusalem. Historische Quellen berichten, dass ... |
| Heiliges Römisches Reich, Patriarchat von Aquileia, Gregorio de Montelongo (1251-1269), Denar (Pfennig), um 1256, Aquileia |
