Münzsammlung 〉 Frühe Neuzeit 〉 Südeuropa 〉 Italien
| Heiliges Römisches Reich, Herzogtum Mailand, Filippo Maria Visconti (1412-1447), Fiorino d'oro
Als Gian Galeazzo Visconti im Jahr 1402 starb, hatte das Geschlecht der Visconti den Höhepunkt seiner Macht erreicht. Es stellte nicht nur den Herzog von Mailand, sondern auch die Grafen von Pavia. Überdies kontrollierten die Viscontis den grössten Teil von Oberitalien. Nachfolger von Gia... |
| Königreich Neapel, Ferdinand I. von Aragon (1458-1494), Doppio Ducato o.J.
Ferdinand I. liess sich auf Münzen mit grosser Krone auf dem Kopf abbilden, was in der Renaissance nicht üblich war. Die besondere Hervorhebung des königlichen Status erklärt sich mit dem lebenslangen Kampf des unehelichen Sohnes von Alfons I. um Legitimierung seiner Herrschaft, die ihm verschi... |
| Königreich Neapel, Ferdinand I. von Aragon (1458-1494), Coronato o.J.
Ferdinand I., der König von Neapel, ist besser bekannt unter dem Namen Ferrante. Er war der uneheliche Sohn von Alfons V. von Aragon; über seine Mutter sind sich die Quellen nicht einig. Als Ferdinand 15 Jahre alt war, liess ihn Alfons nach Neapel bringen; zwei Jahre später erreichte er seine die... |
| Republik Venedig, Nicolo Tron (1471-1474), Lira Tron o.J.
Die Lira wurde in Italien erstmals 953 erwähnt. Es handelte sich um eine Rechnungsmünze, die ihren Namen von dem lateinischen Wort «Libra» für Pfund hatte. Tatsächlich ausgeprägt wurde die Lire allerdings erst 1472 in Venedig, und zwar unter der Bezeichnung «Lira Tron»: Prägeherr war der damalige... |
| Herzogtum Mailand, Galeazzo Maria Sforza (1466-1476), Testone, ab 1474
Diese Silbermünze zeigt das Porträt von Galeazzo Maria Sforza, seines Zeichens Herzog von Mailand und für die europäische Münzgeschichte ein wichtiger Mann. Galeazzo kam, noch unmündig, nach dem plötzlichen Tod seines Vaters Francesco Sforza an die Macht. Bereits Vater Francesco hatte dem Münzwes... |
| Heiliges Römisches Reich, Herzogtum Mailand, Galeazzo Maria Sforza (1466-1476), Dukat, nach 1474
Im 15. Jahrhundert herrschte in ganz Italien Krieg. Ständig bekämpften sich irgendwelche Stadtstaaten, doch die Bürger dieser Städte, denen Handel und Handwerk einträgliche Auskommen verschafften, verspürten nicht die geringste Lust, selber in die Kämpfe zu ziehen. So entstand in Italien ein neue... |
| Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Savoyen, Philibert I. (1472-1482), Grosso
Wer Alpenpässe und Verkehrswege kontrollierte, hielt im Mittelalter ein wichtiges Machtinstrument in den Händen. Aus machtpolitischen Überlegungen war das sicherlich reizvoll; ein beschauliches Leben führte man dabei aber nicht: Strategische Plätze zogen damals Neider und Konkurrenten an wie Honi... |
| Kirchenstaat, Sixtus IV. (1471-1484), Fiorino di camera, ca. 1475
In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts stand Italien ganz im Zeichen der Frührenaissance. Diesem Sog konnte sich auch das Papsttum nicht entziehen. Dem Zuge der Zeit folgend, traten in den nächsten Jahrzehnten seelsorgerische Belange hinter machtpolitischen Erwägungen zurück – die Namen «Borg... |
| Heiliges Römisches Reich, Herzogtum Mailand, Gian Galeazzo Maria Sforza (1476-1494), Doppeldukat, ab 1476
In der Nachfolge der Visconti übernahm 1450 mit Francesco Sforza eine neue Dynastie die Herrschaft in Mailand. Francesco liess als erster sein Bildnis auf Gold- und Silbermünzen schlagen. Dasselbe tat sein Nachfolger Galeazzo. Für Galeazzos minderjährigen Sohn, Gian Galeazzo Maria, führte... |
| Republik Bologna, Johannes II. Bentivoglio (1463-1506), Doppio Bolognino d'oro o.J. (nach 1476)
Bologna verdankte seine relativ lange Unabhängigkeit nicht zuletzt seiner geographischen Lage zwischen rivalisierenden Mächten in Nord und Süd. Aber auch hier liessen, wie in anderen italischen Stadtstaaten, innere Streitigkeiten immer wieder Einflüsse von aussen, besonders solche des Kirchenstaa... |
