Münzsammlung 〉 Frühe Neuzeit 〉 Ost- und Südosteuropa 〉 Russland
| Russland, Grossfürstentum Moskau, Iwan IV. der Schreckliche (1547-1584), Denga moskovka
Der Name Denga leitet sich von dem tatarischen «Tengah» ab: So nannten die Tataren ihre Nachahmungen des arabischen Dirhems. Im 15. Jahrhundert wurden Dengi in zahlreichen russischen Teilfürstentümern ausgegeben. Ihre Prägung erfolgte auf einfachen Schrötlingen, die aus silbernen Drahtstücken her... |
| Russland, Grossfürstentum Moskau, Iwan IV. der Schreckliche (1547-1584), Kopeke novgorodka
Die Kopeke war während fast 200 Jahren das wichtigste Zahlungsmittel in Russland. Geschaffen wurde sie 1534 im Zuge einer Münzreform, die von Elena Glinskaja verwirklicht wurde. Glinskaja führte damals die Regierungsgeschäfte für ihren minderjährigen Sohn Iwan VI., dem Prägeherrn der hier gezeigt... |
| Zarenreich Russland, Boris Godunow (1598-1605), Kopeke
In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts vereinigten die Grossfürsten von Moskau die russischen Feudalstaaten zum Reich der Rus. 1547 nahm Grossfürst Iwan Wassiliewitsch den Titel «Zar der ganzen Rus» an. Iwan sollte später wegen seiner Gräueltaten als «der Schreckliche» in die Geschichte eingeh... |
| Zarenreich Russland, Alexei I. (1645-1676), Jefimok 1655, Moskau
Jefimok war die russische Bezeichnung für die europäischen Taler. Die Bezeichnung geht zurück auf den Joachimstaler, wie der Guldengroschen nach seinem Prägeort St. Joachimsthal in Böhmen genannt wurde. Westeuropäische Taler strömten seit dem 16. Jahrhundert nach Russland. Allerdings wurde ihr Um... |
| Zarenreich Russland, Peter I. der Grosse (1682/9-1725), Griwna 1709, Moskau (Roter Münzhof)
Der Begriff Griwna stammt aus dem Altrussischen. Bereits im 11. Jahrhundert bezeichnete man mit dem Wort eine Einheit für Geld, Wert und Gewicht. Im 12. und im 13. Jahrhundert liefen Silberbarren unter dem Namen Griwna um. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts lancierte Zar Peter I. in Russland ... |
| Zarenreich Russland, Peter I. der Grosse (1682-1725), Altyn 1712, Moskau (Roter Münzhof)
Den Altyn oder Altynnik übernahmen die Russen im 14. Jahrhundert von den Tataren. 1 Altyn war 6 Denga wert (tatarisch:alty = sechs). Als später die Kopeke im Wert von 2 Dengi eingeführt wurde, galt 1 Altyn 3 Kopeken. Mit den Münzreformen Peters I. wurde der Altyn seit 1698 als silbernes 3... |
| Zarenreich Russland, Peter I. der Grosse (1682/9-1725), Kopeke 1713, Moskau (Kadaschewsker Münzhof)
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts hatte die alte russische Währung ausgedient. Damals basierte das Geldsystem in Russland auf zwei kleinen Silbermünzen, der Denga und ihrem Doppelstück, der Kopeke. Zar Peter der Grosse, dessen Ziel es war, Russland aus dem Mittelalter in die Moderne zu führen, besc... |
| Zarenreich Russland, Peter I. der Grosse (1682-1725), Doppelrubel 1718, Moskau, Roter Münzhof
Zar Peter I. war ein bedeutender Mann für Russland. Unbeirrt, oft auch rücksichtslos, erneuerte er sein Reich, richtete es nach Westen aus, und legte damit den Grundstein für die künftige russische Grossmachtstellung. Deutlichster Ausdruck für Peters Modernisierungswillen war der Umzug des Hofes:... |
| Zarenreich Russland, Peter I. der Grosse (1682/9-1725), Rubel 1719, Moskau (Kadaschewsker Münzhof)
Um den wirtschaftlichen Verkehr Russlands nach Westen zu öffnen, erneuerte Peter der Grosse das russische Münzsystem und passte es demjenigen des Westens an. In London hatte er 1697 die Münzstätte besucht und sich über die neueste Technik der Münzprägung informiert. Um den Prägevorgang zu erleich... |
| Zarenreich Russland, Peter I. (1689-1725), Doppelrubel 1720, Moskau
Mit der Entmachtung seiner Halbschwester Sophia und seines geisteskranken Halbbruders Iwan V. wurde Peter I. im Jahr 1689 zum alleinigen Herrscher über das russische Reich. Unter seiner Herrschaft errang Russland im Kampf gegen Schweden die Vorherrschaft über die Ostsee und trat damit in den Krei... |
