Münzsammlung ⟩ Mittlere Neuzeit ⟩ Ostasien ⟩ China

Kaiserreich China, Qing-Dynastie, Sycee in Bootsform, Wert 1/10 Tael

Gold spielte nie eine Rolle im chinesischen Währungssystem. Im Alltag brauchten die Chinesinnen und Chinesen Münzen aus Bronze, und für grössere Transaktionen benutzte man Silberbarren. Dennoch war Gold in China natürlich nicht unbekannt. Es wurde als Vermögensanlage verwendet, ebenso wie Silber,...

Kaiserreich China, Schnur zu 100 Ch'ien (Käsch)

In Europa wurden Münzen, seit ihrer Entwicklung im Verlauf des 7. Jahrhunderts v. Chr., stets aus wertvollem Gold oder Silber Stück für Stück einzeln geprägt. In China war das anders; hier entwickelte sich das Münzenwesen aus der Kauriwährung und dem gegossenen Messer- und Spatengeld. Kauris lief...

Kaiserreich China, Qing-Dynastie, Sycee Zhong-ding (Bootsform), Wert 10 Tael, 19. Jh.

Ein wesentliches Merkmal der chinesischen Geldgeschichte ist das fast völlige Fehlen von Münzen aus Edelmetallen, sei es aus Gold oder Silber. Über 2000 Jahre lang beherrschten hier Kupfermünzen die Szene. Bereits früh entwickelten die Chinesen zwar das Papiergeld – unter anderem deshalb, weil di...

Kaiserreich China, Qing-Dynastie, Sycee Seidenschuhform, Wert 3 Tael, 19. Jh.

Silberbarren wurden in verschiedenen Formen und Grössen hergestellt. Das hier gezeigte Exemplar trägt den hübschen Namen «Seidenschuhgeld», denn diese Barren haben die gleiche Form wie die Seidenschuhe, die die winzigen Füsse vornehmer chinesischer Damen zierten: Seit dem 6. Jahrhundert wurden in...

Kaiserreich China, Qing-Dynastie, Sycee Seidenschuhform, Wert 1 Tael, 19. Jh.

Chinesische Silberbarren zählten zum sogenannten Sycee-Silber, das als Handelsbarren in weiten Teilen Chinas und Indochinas umlief. Diese Barren wurden meist aus sehr reinem Silber gegossen – ihr Feingehalt beträgt bis zu 98 Prozent. Der Feingehalt wurde mit dem Stempel bestätigt, und dank dieser...

Kaiserreich China, Qing-Dynastie, Sycee Kesselpaukenform, Wert 10 Tael, 19. Jh.

Papiergeld ist in China zwar seit Jahrhunderten gebräuchlich, doch vielleicht gerade deshalb als äusserst unsichere Wertanlage bekannt. Die Bronzemünzen Kai Yuan hatten nur eine geringe Kaufkraft und eigneten sich deshalb auch nicht als Sparbatzen. Was als Wertanlage blieb, war Silber, denn Gold ...

Kaiserreich China, Karl III. von Spanien (1735-1759), Real de a ocho (Peso) 1808 mit chinesischen Gegenstempeln

Im 16. Jahrhundert erreichten die Portugiesen China auf der Suche nach Gold, Perlen, Edelsteinen, Gewürzen und Seide. Die Hoffnung auf grosse Gewinne trieb bald auch andere europäische Staaten in den Fernen Osten. Die dort vorgefundene «Silberwährung» – Silber nicht als Münzgeld, sondern in Form ...

Kaiserreich China, Qing-Dynastie, Xianfeng (Tempelname Wenzong, 1851-1861), 1000 Ch'ien (Käsch)

Kaiser Xianfeng herrschte während einer turbulenten Zeit. Kurz nach seinem Regierungsantritt gründeten die Taiping-Rebellen das «Himmlische Reich des Höchsten Friedens». Damit weitete sich der 1850 begonnene Taiping-Aufstand zur weltweit grössten Massenerhebung des 19. Jahrhunderts aus – und zu e...

Kaiserreich China, Qing-Dynastie, Taiping-Rebellen, «Himmlisches Reich des Höchsten Friedens», 1 Ch'ien (Käsch)

Von Charismatikern entfachte, in verheerende Plünderungszüge ausartende Bauernaufstände waren fast so alt wie das chinesische Kaiserreich. Doch nichts kam dem Taiping Aufstand gleich, der ab 1850 während vierzehn Jahren China erschütterte.

Sektenführer war ein Mann namens Hong Xiuquan, de...

Vereinigtes Königreich Grossbritannien, Viktoria (1837-1901) für Hongkong, 1 Dollar 1867

In der Nacht zum 1. Juli 1997 ging nach 156 Jahren die britische Kolonialherrschaft über die Kronkolonie Hongkong zu Ende. Im Rahmen einer mitternächtlichen Zeremonie übergab Prinz Charles stellvertretend für die britische Monarchin Elisabeth II. vor mehr als einer Million Menschen die Stadt offi...