Münzsammlung 〉 Durch die Zeiten 〉 Ozeanien 〉 Papua-Neuguinea
| Papua-Neuguinea, Volk der Boiken, Wenga Muschelring, bis heute
Solche Muschelringe heissen «wenga» bei den Boiken in Papua-Neuguinea. Sie stammen von den Schalen der Grossen Riesenmuschel (Tridacna gigas), der grössten aller bekannten Muschelarten. Es gibt keine Werteskala für die Bewertung der Ringe. Die Boiken beurteilen sie nach individuellen Abwä... |
| Papua-Neuguinea, Schwein aus Holz
Lebende Schweine sind in weiten Teilen der Welt ein wertvoller Besitz. In Papua-Neuguinea dienen sie nicht nur als Nahrung, sondern auch als Zahlungs- und Tauschmittel sowie als Vermögensanlage. Schweine sind ein wichtiger Bestandteil des Brautpreises; je nach Gegend und Status der Braut kann die... |
| Papua-Neuguinea, Boiken-Gebiet, Kette aus Konusschneckenböden
Neuguinea zur Zahlung des Brautpreises benutzt. Der Brautpreis ist eine in vielen Kulturen verankerte Sitte. Dabei überreicht die Familie des Bräutigams der Familie der Braut vorher vereinbarte Gaben. Heute handelt es sich dabei oft um Geld. Aber in traditionellen Kulturen bestand – und besteht –... |
| Papua-Neuguinea, St.-Matthias-Inseln, Käferbeinschnur
Ob solche Käferbeinketten auf St. Matthias tatsächlich als Geld kursierten, ist umstritten. Ethnologische Berichte über die Insel stammen aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts. Doch dass Käferbeinketten dort als Geld verwendet wurden, wird in diesen Berichten nirgends erwähnt – wohl aber, da... |
| Papua-Neuguinea, östliche Sepik-Provinz, Talipun, bis in die 1940er-Jahre
Dieses ungewöhnliche Objekt war als Ritualgeld im Sepik-Grasland von Papua-Neuguinea in Gebrauch. Das Talipun genannte Objekt diente als Brautpreis und wurde während der Hochzeitszeremonie ausgetauscht. Der wertvollste Teil des Talipun war das bearbeitete Haus der Grünschnecke (turbo marmoratus),... |
| Papua-Neuguinea, durchbohrte Hundeeckzähne, bis 1960
Im Vergleich mit unserem Wertsystem könnte man sagen: Eberhauer gelten auf Papua-Neuguinea als Goldmünzen, und Hundezähne waren die Silbermünzen: 200 Hundezähne galten einen Eberhauer. Allerdings galten als Geld nur die Eckzähne. Und während Eberhauer als wertvolle Tauschobjekte noch heute im Ein... |
| Indonesien/Papua-Neuguina, Hundezahnkette, bis 1960
Hundezähne dienten in verschiedenen Gegenden von Papua-Neuguinea und Papua als Schmuck und Geld. Ihre Zahl war schon deshalb begrenzt, weil als Geld nur die Eckzähne galten. Die Zähne wurden gelocht und auf Kordeln aufgenäht; diese wurden als Hals- und Haarschmuck und getragen. Die Hundezahnkorde... |
| Papua-Neuguinea, Ramu-Gebiet in der Madang-Provinz und östlichen Sepik-Provinz, Nassa Muschelgeld, ca. 1800 bis 1960
In der Madang-Provinz und in der östlichen Sepik-Provinz Papua-Neuguineas wurden die Schalen von Nassa-Schnecken (Purpurschnecken) zerbrochen und auf ein Band aufgezogen. Diese Bänder wurden als Geld und zum Bezahlen des Brautpreises gebraucht und dienten als Wertanlagen. Manchmal, wie be... |
| Papua-Neuguinea, Massimgebiet, Beku (Steinbeilklinge), bis heute
Beku ist eine fein polierte Steinklinge aus hartem, dunklem, meist grünlichem Stein. Im Massimgebiet in Papua-Neuguinea werden Beku auch heute noch für eine Vielzahl von Transaktionen gebraucht: zum Kauf von Yams-Samen, Schweinen, Kanus und Land; zur Belohnung von Arbeitern, die besonders grosse... |
| Papua-Neuguinea, Volk der Boiken, Wenga Muschelring mit zehn Transaktionskerben, bis heute
Dieser Muschelring kann durchaus bis 200 Jahre alt sein. Er zeigt am inneren Rand zehn Kerben; sie zeigen die Zahl der Transaktionen an, die seine vorherigen Besitzer mit dem Ring getätigt haben. Das konnten Schweinefeste, rituelle Tauschhandlungen oder Hochzeiten gewesen sein. Solche Rin... |
