Münzsammlung ⟩ Durch die Zeiten ⟩ Westafrika ⟩ Kongo Demokratische Republik

Kongo, Stamm der Batetela, Schneckenscheibengeld Musanga

Traditionelles afrikanisches Geld besteht oft aus Schalen – aus Muschelschalen, Schneckenschalen oder auch Strausseneierschalen. Allerdings erhalten die einzelnen Bestandteile ihren Geldcharakter erst, wenn sie in einer bestimmten Reihenfolge auf Schnüre aufgezogen werden. Ein einzelnes Stück ein...

Kongo, Volk der Ngelima, Spiralstabwährung

Solche schlangenförmigen Kupferstäbe werden in manchen Regionen des zentralafrikanischen Zaire als Zahlungsmittel gebraucht. Sie dienen als Zeremonialgeld, für Braut- und andere zeremonielle Zahlungen, zum Beispiel bei Gerichtsverhandlungen. Es gibt davon zwei verschiedene Typen: Einmal hat der S...

Kongo, Volk der Mbole oder der Ngelima, Messingbarren

Dieses Ringbarrengeld hat sich aus Fuss- oder Armreifen entwickelt, ist aber wegen seines Gewichtes (mehr als 2 Kilogramm!) und seiner Form als Schmuck nicht mehr tragbar. Bezahlen konnte man mit ihm wegen seines Metallwertes. Solche Messingbarren waren noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts in viel...

Kongo, Volk der Mbole, Dot (Bronzebarren)

Unter den vielen für traditionelle Zahlungsmittel verwendeten Materialien nehmen Metalle eine besondere Stellung ein. Sie haben neben dem Geldwert auch einen Gebrauchswert. Und sie können, da von Menschen gemacht, in bestimmte Formen gebracht werden. Die Gestaltungsmöglichkeiten erlauben einersei...

Sudan/Kongo, Volk der Mangbetu, Trombash (Wurf- und Sichelmesser)

Dieses Messergeld hat eine lange Geschichte und eine weite Verbreitung. Benutzt wurde das Geld ursprünglich im Gebiet des heutigen Sudan. Es wird heute allgemein Trombash genannt, obwohl dies nur einer der gebräuchlichen Namen war (andere waren Nadjata, Nagata oder Shongo).

Trombash wurde...

Kongo, Stamm der Ngbaka, Bangala Speerspitzen-Geld, bis 1900

Dieses Bangala-Eisengeld wird auch «Mbili Ngbaka» genannt, «Geld der Ngbaka». Es ist unklar, ob es sich aus einer Hacke oder aus einer Speerspitze entwickelt hat. Typisch ist die kleine kugelartige Verdickung an der Spitze und die beiden kleinen Flügelchen an der Seite, die in einem 90°-Winkel zu...

Kongo, Gebiet zwischen den Flüssen Lomami und Kongo, Liganda (Grosse Speerspitze), bis 1920er-Jahre

Diese Wucherform einer Speerspitze ist aufgrund ihrer Beschaffenheit als Waffe völlig unbrauchbar. Sie kommt in Grössen zwischen 40 und 200 Zentimeter vor; unser Stück misst 168 Zentimeter. Das Material ist weich und dünn. Nur eine ausgeschmiedete Mittelrippe gibt der Speerspitze einigermassen St...

Kongo, Stämme der Nkutsbu und Ndengese, Boloko (Kupferbarren)

Bolokos sind U-förmige Kupferbarren mit tellerförmigen Füssen. Sie wurden vom Stamm der Nkutsbu im Kongo angefertigt und liefen bei ihnen und den benachbarten Stämmen als Zahlungsmittel um.

Bolokos wurden vor allem zum Kauf von Lebewesen gebraucht. Ein Boloko hatte etwas denselben Wert wi...