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Römische Kaiserzeit, Tiberius (14-37 n. Chr.) für Livia Drusilla (58 v. Chr.-29 n. Chr.), Dupondius, 22-23 n. Chr.
| Denomination: | Dupondius |
| Prägeautorität: | Kaiser Tiberius |
| Prägeort: | Rom |
| Prägejahr: | 22 |
| Gewicht in Gramm: | 14.760000228881836 |
| Durchmesser in mm: | 30.0 |
| Material: | Bronze |
| Eigentümer: | Sunflower Foundation |
Livia Drusilla, die Frau des Kaisers Augustus, war Roms erste Kaiserin. Sie hatte einen Sohn, Tiberius, den Augustus adoptierte. Nach Tiberius' Thronbesteigung veranlasste er, zu Ehren seiner mittlerweile 80-jährigen Mutter drei Bronzemünzen auszugeben.
Die Münzen zeigen den Kopf der jugendlichen Livia als Göttin Justitia mit idealisiertem griechischem Profil. Diesem Münzbild – der Personifikation einer Göttin durch ein Frauenporträt – sollte eine lange Geschichte beschieden sein. Die Münzen des modernen Frankreichs und der USA wurden von diesem Bildtyp inspiriert, und auch die Schweizer Münzen mit ihren ersten Darstellungen der Helvetia lehnten sich an Livia Drusillas Porträt an.
Von Livia weiss man, dass sie, durchaus kokett, mehrfach die Frisuren wechselte und auch Perücken aus dem begehrten Haar der blonden germanischen Sklavinnen trug. Von nun an galt in Rom: Frau trägt ihr Haar, wie die Kaiserin es vormacht.
