Münztouren ⟩ Mittlere Neuzeit ⟩ Chinesische Silberbarren ⟩ Kaiserreich China, Qing-Dynastie, Sycee Zhong-ding (Bootsform), Wert 10 Tael, 19. Jh.

1 2 3 4 5 6 7 weiter

Kaiserreich China, Qing-Dynastie, Sycee Zhong-ding (Bootsform), Wert 10 Tael, 19. Jh.

Denomination: Sycee 10 Tael
Prägeautorität: Qing-Dynastie
Prägeort: Unbestimmt
Prägejahr: 1800
Gewicht in Gramm: 374.0
Durchmesser in mm: 68.0
Material: Silber
Eigentümer: Sunflower Foundation

Ein wesentliches Merkmal der chinesischen Geldgeschichte ist das fast völlige Fehlen von Münzen aus Edelmetallen, sei es aus Gold oder Silber. Über 2000 Jahre lang beherrschten hier Kupfermünzen die Szene. Bereits früh entwickelten die Chinesen zwar das Papiergeld – unter anderem deshalb, weil die Kupfermünzen für grössere Transaktionen zu unpraktisch waren –, aber das Vertrauen der Bevölkerung ins Papiergeld war sehr begrenzt. So war das Silber – und zwar in Form von Barren – der beständigste Wertmesser.

Die Verwendung von Barrensilber als Zahlungsmittel reicht 2000 Jahre zurück. Weil die Barren aber immer wieder ein- und umgeschmolzen wurden, sind kaum alte Exemplare erhalten. Dieser Silberbarren in «Bootsform» – chinesisch «yuan-bao» genannt – stammt aus der Zeit der Qing-Dynastie (1644-1911). Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann die Quing-Dynastie, selber Silbermünzen zu prägen; Silberbarren spielten aber bis 1933 eine wichtige Rolle im innerchinesischen Zahlungsverkehr.