Münztouren 〉 Durch die Zeiten 〉 Kissipenny, Salz und Manilla: Traditionelle Zahlungsmittel in Afrika 〉 Nigeria, Sokoto-Provinz, verschiedene Stämme, Mondua (Kupferringbarren), bis 1948
Nigeria, Sokoto-Provinz, verschiedene Stämme, Mondua (Kupferringbarren), bis 1948
| Denomination: | Mondua Kupferringbarren |
| Prägeautorität: | Unbestimmt |
| Prägeort: | Unbestimmt |
| Prägejahr: | 1600 |
| Gewicht in Gramm: | 1250.0 |
| Durchmesser in mm: | 150.0 |
| Material: | Kupfer |
| Eigentümer: | Sunflower Foundation |
Ringbarren sind Abarten der Manillen. Sie gehören zum sogenannten Schmuckgeld – eine Geldform, die ihre ursprüngliche Form naturgemäss oft beibehält. Aber anders als z. B. bei den Perlenketten, bei denen die Qualität der Perlen für die Kaufkraft massgeblich war, galt bei den Ringbarren das Motto: «Je grösser ihr Kupfergehalt und ihr Gewicht, desto höher ihr Wert.» Das führte natürlich zu Auswüchsen – also zu Schmuckstücken, die kaum jemand mehr zu tragen imstande war.
Dieser Ringbarren aus Nigeria bringt ein Gewicht von 1,25 Kilogramm auf die Waage – er gehörte also bestimmt nicht zum Alltagsschmuck seiner Besitzerin. Damit war unser Ring zwar ein zahlungskräftiger Armschmuck, aber nichts im Vergleich zu den wirklich wertvollen Stücken, die teilweise bis zu 14 Kilogramm wiegen konnten und damit definitiv nicht mehr zum Tragen geeignet waren. Zusätzlich zur Grösse war der Wert der Ringbarren allerdings auch abhängig von der Schönheit ihrer Verarbeitung und der Verzierungen.
