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Königreich Frankreich, Franz I. (1515-1547), Teston, ca. 1540, Lyon
| Denomination: | Teston |
| Prägeautorität: | König Franz I. von Frankreich |
| Prägeort: | Lyon |
| Prägejahr: | 1540 |
| Gewicht in Gramm: | 9.479999542236328 |
| Durchmesser in mm: | 29.0 |
| Material: | Silber |
| Eigentümer: | Sunflower Foundation |
Auf der Vorderseite dieses Testons ist das Porträt von Franz I. zu sehen, der als der erste König der französischen Renaissance gilt. Der Name «Teston» stammt vom italienischen «testa», Kopf ab. Diese Münze war die Renaissancemünze schlechthin. Sie kam unter Franz I. zu voller Blüte und wurde bald zur meistverbreiteten Silbermünze in Frankreich.
Während der Renaissance wurden Haar- und Barttracht zum Mittel individueller Selbstdarstellung. Man konnte glattrasiert gehen, wenn man wollte, vor allem als junger Mann. Doch ein Herrscher auf der Höhe seiner Macht drückte dies auch durch die sorgfältige Gestaltung seines Bartes aus. Franz I. trug einen Kranzbart kombiniert mit einem schmalen Schnurrbart. Diese Barttracht zierte auch den englischen König Heinrich VIII. (1491-1547). Sie wirkte männlich und durch ihre Gepflegtheit gleichzeitig kultiviert, mit einem Anflug von Eitelkeit. Durchaus passend also den Ritterkönig Franz I., der einerseits die Eidgenossen in bei Marignano vernichtend schlug und andrerseits Leonardo da Vinci an seinen Hof holte.
