Münztouren 〉 Durch die Zeiten 〉 Der Löwe – auch auf Münzen ein König 〉 Sizilien, Dionysios I. (405-367 v. Chr.), 100 Litren (Doppel-Dekadrachme), ca. 400 v. Chr., signiert Kimon, Syrakus
Sizilien, Dionysios I. (405-367 v. Chr.), 100 Litren (Doppel-Dekadrachme), ca. 400 v. Chr., signiert Kimon, Syrakus
| Denomination: | 100 Litren (Doppel-Dekadrachme) |
| Prägeautorität: | Tyrann Dionysios I. |
| Prägeort: | Syrakus |
| Prägejahr: | -406 |
| Gewicht in Gramm: | 5.739999771118164 |
| Durchmesser in mm: | 15.0 |
| Material: | Gold |
| Eigentümer: | Sunflower Foundation |
Diese wunderbare Goldmünze wurde von dem syrakusanischen Meisterstempelschneider Kimon geschaffen. Die Vorderseite zeigt den Kopf der Quellnymphe Arethusa. Sie trägt ihr Haar, wie es in der Hochblüte der griechischen Antike modisch war: gescheitelt, gewellt und zu einem kunstvollen Knoten aufgesteckt, der von einer sternbesetzten Spange gehalten wird. Diese Frisur macht den Eindruck sorgfältig gebändigter Natur. Die hellen Reflexe könnten vom Aufhellen des Haars mit Safran herrühren. Dies war bei den – von Natur aus dunklen – Griechinnen beliebt, da Blond als Haarfarbe der Götter galt.
Hinter dem Kopf der Nymphe ist ein Gerstenkorn abgebildet, daneben die Signatur KI für Kimon. Die Rückseite trägt den jungen, nackten Herakles, der auf Knien mit einem Löwen ringt. Unter dem Knie des Helden ist wieder ein Gerstenkorn zu sehen. Das Gerstenkorn war das Symbol eines der beiden Stempelschneiderateliers, die um die Wende vom 5. zum 4. Jahrhundert v. Chr. in Syrakus tätig waren.
