Münztouren ⟩ Durch die Zeiten ⟩ Münzprägung auf deutschem Boden: die kurze Tour ⟩ Heiliges Römisches Reich, Stadt Lübeck, Goldgulden o.J. (Mitte 14. Jh.)

Heiliges Römisches Reich, Stadt Lübeck, Goldgulden o.J. (Mitte 14. Jh.)

Denomination: Goldgulden
Prägeautorität: Stadt Lübeck
Prägeort: Lübeck
Prägejahr: 1350
Gewicht in Gramm: 3.559999942779541
Durchmesser in mm: 22.0
Material: Gold
Eigentümer: Sunflower Foundation

Lübeck war seit jeher eine Handels- und Hafenstadt, die mit Ost- und Nordeuropa Güter austauschte. Die Stadt florierte umso mehr, seit sie 1226 durch Kaiser Friedrich II. reichsunabhängig geworden war und sich selbst regierte. Wie wichtig und mächtig Lübeck war, lässt sich auch daran ersehen, dass die Hanseatische Liga 1358 ihr Verwaltungszentrum in Lübeck einrichtete – «Königin der Hanse» wurde Lübeck genannt.

Das Recht zur Prägung von Goldmünzen hatte die Stadt bereits 1340 vom deutschen König Ludwig dem Bayern erhalten. Ludwig war es auch gewesen, welcher der Stadt den Floren antrug, verlangte er doch, dass sich die Lübecker Goldmünzen in Gewicht und Wert nach dem Fiorino d'oro von Florenz zu richten hätten.