Im 5. Jahrhundert wurden Münzen in der griechischen Welt zu Artikeln des täglichen Gebrauchs: Damals begannen auch einfache Leute, ihre Bedarfsgüter mit Geld zu bezahlen. Das bedeutete, dass Unterteilungen in immer kleinere Einheiten nötig wurden – denn eine Amphore Wein z. B. konnte natürlich nicht mit einer hochwertigen Goldmünze bezahlt werden.
In der Frühzeit der Geldgeschichte stellte man diese kleinen Alltagsmünzen aus Silber her. Aber Silber war ein wertvolles Material, und deshalb bedeuteten kleine Denominationen auch: winzige Münzen. In Sizilien und Süditalien war die Litra als Kleinmünze üblich. Und obwohl vor allem als Kleingeld in Gebrauch und daher von geringer Kaufkraft, waren diese Litren doch äusserst kunstvoll gestaltet. Im Hinblick auf ihre Winzigkeit, sind die Details auf diesen Münzen erstaunlich.