Im Frankenreich nannte man die Münze «Denier», in Italien «Denaro», im deutschen Sprachraum «Pfennig», in England «Penny» – dem Wesen nach handelte es sich jedoch immer um den Denar, die Silbermünze aus dem alten Rom.
In seiner Münzreform der 780er-Jahre hatte Karl der Grosse den altehrwürdigen Denar aufgewertet und wieder als Hauptmünze eingesetzt. Über 700 Jahre behielt der Denar daraufhin seine Bedeutung als wichtigste europäische Fernhandelsmünze. Aus dem karolingischen Denar entstand im 13. Jahrhundert schliesslich der «Grossus Denarius», eine dicke Silbermünze im Wert von sechs Denaren, später «Gros», «Grosso» oder «Groschen» genannt.
Der Denar lebt auch heute weiter – zum Beispiel im Dime, dem 10 Cents-Stück der amerikanischen Währung. Doch sehen Sie selbst.