Ist heute von «Mark» die Rede, dann denken wohl viele von uns an die Deutsche Mark, die D-Mark. Doch begonnen hat die Geschichte der Mark viel früher. Allerdings war sie damals, im 9. Jahrhundert, noch keine Währung, sondern eine Gewichts- und Recheneinheit. Auch war sie nur gerade in Norddeutschland gebräuchlich, denn im Süden benutzten die Leute das höherwertige römische Pfund.
Höherwertig war das Pfund deshalb, weil es zwölf Unzen beinhaltete, die Mark hingegen – ebenso wie der spanische Peso – in acht Unzen eingeteilt war. Die Mark war also nur gerade zwei Drittel eines Pfundes wert. Das aber tat der friedlichen Koexistenz der beiden Systeme keinen Abbruch. Und dabei blieb es auch nach der grossen Münzreform von Karl dem Grossen gegen Ende des 8. Jahrhunderts.
Bis die Mark dann aber zur Münze wurde gingen noch einige Jahrhunderte ins Land. Erst nach 1500, als in Norddeutschland der Bedarf an Silbermünzen stieg, wurde die Mark erstmals ausgeprägt. Doch sie blieb in damaligen deutschen Landen nur eine Münzsorte unter andern und musste die Geldbeutel der Menschen mit Münzen wie dem Taler teilen, dem grossen Konkurrenten. Dieser war es schliesslich auch, der im Namen «Dollar» überlebte, während die Mark bekanntlich dem Euro weichen musste.