Der Pfennig und der Taler: Das waren die Eckpfeiler der europäischen Münzgeschichte vom Untergang des Römischen Reiches bis in die frühe Neuzeit. Daneben gab es allerdings noch weitere monetäre Meilensteine in jenem Zeitraum. Diese Münzen sind die Protagonisten dieser Präsentation. Und mit ihnen zwei bedeutende Münzherren: Karl der Grosse, der um 800 n. Chr. mit der Einführung des Pfennigs die Basis für die Neuordnung des europäischen Münzwesens legte; und Friedrich II., der mit dem Augustalis und dem Grosso – einem Vorläufer des Groschen – weitere wichtige Währungen schuf. Doch während es dem grossen Frankenkönig mit seiner Münzreform gelang, das zersplitterte Europa erstmals für längere Zeit zu einen, scheiterte der Stauferkaiser mit seinen Visionen.
Dennoch kam es nach Friedrichs Tod zu einer wichtigen Veränderung: In der Folge der Kreuzzüge gelangten in Mitteleuropa endlich wieder Goldmünzen in Umlauf, zum Beispiel der Floren und der Ecu. Dazu gaben neue Silberlieferungen aus Böhmen und Südamerika der Produktion von Silbermünzen Auftrieb; und bald schon eroberte der Taler die Welt ...