Es gibt drei Inspirationsquellen, auf denen die schweizerische Helvetia beruht:
- auf dem Frauenkopf: Er hat als Münzbild Tradition und wurde schon früh mit Kranz oder Diadem im Haar abgebildet. Die Schweizer Helvetia hat das übernommen, geht als Kopfbild aber zurück bis auf das Bildnis der römischen Kaiserin Livia.
- auf der sitzenden Frauenfigur: Sie kam ebenfalls schon in der Antike vor, wurde später von den Engländern mit der sitzenden Britannia, noch später von Frankreich wieder aufgenommen und führte schliesslich zur sitzenden Helvetia in der neu geschaffenen Schweizer Frankenwährung von 1850.
- auf der stehenden Frauenfigur: Schon auf dem Alexander-Stater vorhanden, wurde sie in der Neuzeit von den Holländern wieder aufgenommen. Vorbild für die stehende Helvetia war dann aber ein Söldner – er, dessen Standbild schon auf dem ersten Berner Franken von 1811 zu sehen ist, wurde 1850 einfach um 180 Grad gedreht und mit weiblichen Attributten versehen – und fertig war die Helvetia!