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Währungsunionen auf deutschem Boden

Währungsunionen basieren auf freiwilligen Zusammenschlüssen von souveränen Staaten oder Städten. Sie bedingen einen Verzicht auf die Ausübung eines eigenen Münzrechtes. Kennzeichen für Währungsunionen sind einerseits eine einheitliche Gestaltung des vereinbarten gemeinsamen Zahlungsmittels, andererseits dessen gleicher intrinsischer Wert. Es gibt zahlreiche Beispiele für Währungsunionen auf deutschem Boden vor der Einführung des Euro: die Konstanzer Münzverträge von 1240, der Wendische Münzverein 1379 bis Mitte des 16. Jahrhunderts, der Rappenmünzbund am Oberrhein von 1403 bis 1584, der wichtige Kurrheinische Münzverein von 1385 bis 1572 oder der Wiener Münzvertrag von 1857 bis 1867.

Heiliges Römisches Reich, Bistum Konstanz, Konrad von Tegernfeld (1209-1233), Pfennig (Brakteat)
Denomination Pfennig (Brakteat)
Prägejahr
1209
Material Silber
Heiliges Römisches Reich, Abtei St. Gallen, Pfennig (Brakteat), 13. Jh.
Denomination Pfennig (Brakteat)
Prägejahr
1250
Material Silber
Heiliges Römisches Reich, Pfennig (Brakteat), ca. 1230-1250, königliche Münzstätte Ueberlingen
Denomination Pfennig (Brakteat)
Prägejahr
1230
Material Silber
Heiliges Römisches Reich, Stadt Basel, Rappen o.J., nach dem Vertrag von 1425
Denomination 1 Rappen
Prägejahr
1425
Material Silber
Republik Luzern, Rappen o.J. (ca. 1683)
Denomination 1 Rappen
Prägejahr
1683
Material Silber
Königreich Preussen, Friedrich Wilhelm IV. (1840-1861), Vereinstaler 1859
Denomination Vereinstaler
Prägejahr
1859
Material Silber
Grossherzogtum Baden, Friedrich I. (1852-1907), Vereinstaler 1860
Denomination Vereinstaler
Prägejahr
1860
Material Silber