Kein Volk hat so viel und so nachhaltig zur europäischen Kultur beigetragen wie die Griechen. Sie drangen ab etwa 1500 v. Chr. aus dem Norden auf das griechische Festland und die umliegenden Inseln vor und unterwarfen nach und nach die dort ansässige Bevölkerung. Aus dieser frühen Epoche, den sogenannten dunklen Jahrhunderten, gibt es kaum Quellen – lediglich die homerischen Epen, die Ilias und die Odyssee, berichten sagenhaftes aus dieser Zeit.
Während der archaischen Epoche von etwa 800 bis 480 v. Chr. etablierte sich das Polissystem, die Organisation der griechischen Stadtstaaten, und es kam zur Kolonisierung des Mittelmeerraums. In dieser Zeit, nämlich um etwa 600 v. Chr., erschienen die ersten eigentlichen Münzen. Die klassische Periode von 480 bis 336 v. Chr. war die Zeit grosser kultureller Entfaltung, an der allen voran Athen beteiligt war. Und ab 336 v. Chr. begann die Zeit des Hellenismus, der Export der griechischen Kultur in den Osten durch Alexander den Grossen, und die gleichzeitige Durchmischung dieser Kultur mit Einflüssen aus dem Orient. Diese Epoche endete 146 v. Chr. mit der Eroberung Griechenlands durch Rom.