Es ist noch nicht lang her, da legte man die Gründung von Zürich in die römische Zeit und die frühsten Zürcher Münzen ins 9. Jahrhundert. Erst seit den 1990er-Jahren weiss man, dass Zürich bereits in keltischer Zeit besiedelt war – und dass das erste Zürcher Geld rund 1000 Jahre früher entstand als ursprünglich angenommen, nämlich im Verlauf des 1. Jahrhunderts v. Chr. So beginnt denn auch unsere Tour durch die Geldgeschichte der Stadt Zürich bei den antiken Kelten.
Danach allerdings wurde in Zürich während Jahrhunderten tatsächlich kein Geld mehr geschlagen. Erst unter ostfränkischer Herrschaft wurde der kleine Ort am Ende des Sees wieder zur Münzstätte. Und seit damals blieb die Zürcher Münze in Betrieb – mit mehr oder weniger langen Unterbrechungen bis ins Jahr 1848: Damals wurde die Frankenwährung der Schweizerischen Eidgenossenschaft geschaffen und das Zürcher Geld wurde, wie alle anderen eidgenössischen Münzen auch, aus dem Verkehr gezogen.
In den 1000 Jahren, die zwischen der ersten mittelalterlichen Zürcher Münze und den letzten Kantonsmünzen des Jahres 1848 vergingen, diente unser Geld den verschiedensten Zwecken – es war Zahlungsmittel und Handelsware, Wertmassstab, Sparanlage und nicht zuletzt auch Prestigeobjekt. Die Münzen Zürichs reflektieren diese diversen Bestimmungen auf's anschaulichste. Doch sehen Sie selbst.