Sankt Nikolaus – irgendwann erfährt jedes Kind, dass der weissbärtige alte Herr, der den Kindern Nüsse, Lebkuchen und Mandarinen bringt und sie nach ihrem Betragen im vergangenen Jahr fragt, genauso wie der Osterhase und das Geschenke bringende Christkind ins Reich der Fantasie gehört. Doch anders als Christkind und Osterhase hat es einen Heiligen Nikolaus tatsächlich gegeben.
Und zwar waren es zwei Bischöfe – einer aus Myra in der heutigen Türkei und einer aus dem italienischen Bari –, deren Leben und Wirken in der Figur unseres Sankt Nikolaus verschmolzen. Die ältesten Erzählungen über den wunder- und mildtätigen Bischof stammen aus dem 4. Jahrhundert und betreffen Nikolaus von Myra, der zwischen 270 und 286 geboren wurde. Als Sohn reicher Eltern soll er sein ererbtes Vermögen unter den Armen verteilt haben. Darum ranken sich verschiedene Legenden.
Der Bischof von Myra galt von Anfang an als grosser Kinderfreund, der bedürftige Kinder unerkannt unterstützte. So soll Nikolaus einmal drei Mädchen vor Schande bewahrt haben, indem er ihnen heimlich einige Goldstücke aus der eigenen Tasche zukommen liess. Welche Goldstücke das gewesen sein könnten, welche Münzen Nikolaus sonst noch in seiner Geldbörse gehabt haben könnte, und wer damals überhaupt etwas zu sagen hatte, erfahren Sie hier.