Münztouren ⟩ Späte Neuzeit ⟩ Geld als Kunst – die Schweizer Banknoten von 1911 bis 1980

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Geld als Kunst – die Schweizer Banknoten von 1911 bis 1980

Die Banknote ist das Aushängeschild eines Landes – und als solches ebenso modisches Zeitgeistprodukt wie emotionales Identitätssymbol. Oft ist eine Banknote auch einfach ein ästhetisch schönes Stück Papier; ganz speziell in der Schweiz. Hier hatte bereits das erste Papiergeld, das der Staat ausgab, einen klaren Zweck: Es sollte das Selbstbewusstsein und den Zusammenhalt der jungen Demokratie stärken.

Für ihre erste eigene Serie beauftragte die Schweizerische Nationalbank deshalb zwei Grosse der bildenden Kunst: Ferdinand Hodler, den Maler des bekannten Marignano-Bildes, und den Waadtländer Künstler Eugène Burnand. Ihre Darstellungen aus dem bäuerlichen und industriellen Berufsleben kamen in den Jahren 1911 und 1912 in Umlauf.

Im Jahr 1907 hatte die Nationalbank bereits einmal Banknoten ausgegeben – die sogenannten Interimsnoten: Dazu benutzte sie alte Druckplatten, die für den Druck von Geldscheinen in den 1880er-Jahren verwendet worden waren. Diese Interimsnoten gelten als die erste Emission der Schweizerischen Nationalbank.

Die zweite Emission mit zwei neuen Nominalen (der 5er- und der 20er-Note) wurde in den Jahren 1911 und 1914 in Umlauf gesetzt – zu dieser gehören die erwähnten Banknoten von Hodler und Burnand. Zwischen 1918 und 1930 kam eine dritte Emission mit einer erneuerten 100er- und 20er-Note dazu.

Schweizerische Eidgenossenschaft, Schweizerische Nationalbank, 20 Franken 1927
Denomination 20 Franken
Prägejahr
1927
Material Papier