Der Ursprung des Papsttums geht auf eine Zeit zurück, aus der nur wenige historische Quellen vorliegen. Die Legende berichtet, der Apostel Petrus sei etwa im Jahr 55 nach Rom gekommen und dort Bischof geworden. Auf Befehl Kaiser Neros sei er schliesslich mit dem Kopf nach unten auf dem Vatikanischen Hügel gekreuzigt worden. Später wurden die Bischöfe Roms dann zu «primes inter pares», und als solche zu den Führern der Christenheit.
Das Papsttum überlebte viele Krisen, einschliesslich des Grossen Schismas – der Trennung von der griechisch-orthodoxen Kirche im Jahr 1054 –, und der Reformation, die 1517 begann. Während des ganzen Mittelalters hörten die Kämpfe zwischen den Päpsten und den Kaisern des Heiligen Römischen Reiches um die Vormachtstellung nicht auf. Dann wurde die Autorität der Päpste auf geistliche Dinge beschränkt.
Viele Jahrhunderte lang, bis zum Jahr 1870, waren die Päpste Herrscher des Kirchenstaates in italienischen Landen. Dann brachte der junge italienische Staat diese Ländereien unter seine Herrschaft. 1929 schliesslich wurde eine Vereinbarung getroffen; der Papst erhielt Vatikanstadt, ein Gebiet von 44 Hektar – und enorme Entschädigungszahlungen.
Einen kleinen Einblick in diese lange Geschichte geben die päpstlichen Münzen. Gleichzeitig erzählen allerdings sie auch einiges über das Selbstverständnis und das Sendungsbewusstsein der Päpste ...