Bis ins 11. Jahrhundert waren in Florenz die grundbesitzenden Adelsfamilien an der Macht. Doch mit dem Aufkommen von Handel und Gewerbe formierte sich eine neue Elite, die durch die Marktwirtschaft zu Reichtum gekommen war. Und aus dieser Schicht setzten sich wiederum einige Familien ganz nach oben durch: die Grandi (auch Potenti oder Magnati).
Die Familien der Grandi sollten die Geschicke der Stadt Florenz in den kommenden Jahrhunderten bestimmen. Unter ihnen herrschte ein unerbittlicher Machtkampf, bis sich gegen Ende des 15. Jahrhunderts die Familie de' Medici als Grossmacht durchsetzte. Doch bis die Dynastie ihre Macht gesichert hatte, sollte es noch einmal gut 100 Jahre dauern: Erst 1532 wurde der erste Medici zum Herzog über Florenz erklärt.
Die Medici schafften ihren Aufstieg durch Diplomatie, eine geschickte Heiratspolitik und eine gute Portion Skrupellosigkeit. Durch die Förderung von Kunst, Wissenschaft und Architektur brachten sie die Renaissance in Gang. Sie bauten ganze Florentiner Stadtteile im Stil der Renaissance und legten eine Kunstsammlung an, die heute mehrere Museen füllt. Ohne die Familie de' Medici wäre Florenz nicht die Stadt, die sie heute ist. Wie die Florentiner Münzen diese Beziehung widerspiegeln, zeigen wir hier.