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Dupondius des römischen Kaisers Tiberius (14-37 n. Chr.), aus Bronze, geprägt für seine Gattin Livia Drusilla in Rom um 22-23 n. Chr.

Für die Damen des Altertums dagegen war es schwierig, auf eine Münze zu gelangen. Livia war eine, die es schaffte – allerdings nicht unter ihrem eigenem Namen, sondern als Personifikation der Göttin Justitia. Kaiser Tiberius hatte allen Grund, seine Mutter zu verewigen und den besten Stempelschneider zu verpflichten: Ihr verdankte er sein kaiserliches Amt. Denn in ihrer durch die ausserehelichen Affären ihres Mannes Augustus – des ersten Kaisers von Rom – belasteten Ehe verfolgte die zähe Livia ein einziges Ziel: Ihrem Sohn aus erster Ehe, Tiberius, den Kaiserthron zu sichern. Und ihre Zielstrebigkeit machte sich bezahlt.
