Bildertouren

Hier zeigen wir Ihnen den Themenreichtum von Münzbildern, nehmen Sie mit auf kulturelle und geldgeschichtliche Reisen und stellen Ihnen Werke aus der Buchsammlung des MoneyMuseums vor.

Geld im Reich der aufgehenden Sonne I: Die Kupfermünzen des alten Japan

Von Aila de la Rive, © MoneyMuseum 2005

Japan, das Reich der aufgehenden Sonne, gehört zu den ältesten Staaten der Welt: In über 2000 Jahren hat sich das Inselreich kulturell, sozial, politisch und wirtschaftlich langsam und ununterbrochen zu dem Land entwickelt, das es heute ist. Dabei ist kennzeichnend, dass Japan während dieser gesamten Zeit nie unter die Herrschaft einer fremden Macht geriet – bis nach dem Zweiten Weltkrieg, als es während einiger Jahre von Amerikanern besetzt wurde (1945-1952).

Das bedeutet natürlich nicht, dass von aussen keine Einflüsse aufgenommen worden wären – im Gegenteil: Bis zum Ende des japanischen Mittelalters (ca. 1200-1600) war das Reich der aufgehenden Sonne ganz auf den grossen Nachbarn China ausgerichtet. Von hier übernahm man kulturelle, politische und wirtschaftliche Errungenschaften. Dazu gehörte auch das Geld.

Geld im Reich der aufgehenden Sonne II: Japans Weg zum Yen

Von Aila de la Rive, © MoneyMuseum 2005

Bis weit ins 16. Jahrhundert hinein bezahlte man in Japan chinesisch: Die japanische Regierung goss Münzen nach chinesischem Vorbild, zudem zirkulierten massenweise aus China importierte Käschmünzen (Ch'ien). Doch mit Beginn der Neuzeit (die in Japan um 1600 einsetzte), trat im Reich der aufgehenden Sonne eine radikale Kehrtwende ein. Unter der Regierung der Tokugawa-Schogune (Edo-Periode, 1603-1867) schottete sich das Inselreich fast vollständig von der Aussenwelt ab. In dieser Zeit entwickelte sich eine eigenständige japanische Kultur – und ein eigenes Münzsystem, dessen herausragendstes Merkmal der gleichzeitige Umlauf einer Gold- und einer Silberwährung war.

Geld im Reich der aufgehenden Sonne III: Der Yen

Von Aila de la Rive, © MoneyMuseum 2005

So absolut sich Japan zuvor isoliert hatte, so uneingeschränkt erfolgte im 19. Jahrhundert der Eintritt in die internationale Gemeinschaft. Im In- wie Ausland wurden die Stimmen immer lauter, die aus wirtschaftlichen Gründen eine Öffnung des Landes forderten. Amerikanische Kriegsschiffe und japanische Revolten fegten die Schogunatsregierung schliesslich von der Macht.

Das Jahr 1868 markierte den Wendepunkt: Mit der sogenannten Meiji-Ära (1868-1912) trat das Reich der aufgehenden Sonne in die Moderne ein. Es erfolgte eine rasante Umgestaltung des Staates nach westlichem Vorbild. Die alte Feudalordnung wurde abgeschafft, das Ausreiseverbot aufgehoben und der gregorianische Kalender eingeführt. Das Heer wurde nach preussischem Vorbild neu organisiert, ebenso gab es nun eine allgemeine Schulpflicht. Und die unterschiedlichen japanischen Währungen wurden durch den neuen Yen ersetzt.

Die Renaissance in Bildern

Von Carol Schwyzer, © MoneyMuseum 1999

Das humanistische Ideal der Renaissance hat die Welt grundlegend verändert. Es wurde zur Triebfeder der Aufklärung und der Moderne. Ohne den Wunsch nach Individualität, Freiheit und Selbstbestimmung hätte es keine Reformation, keine Religionskriege, keine Revolution in Frankreich und keine Erklärung der Menschenrechte in den USA gegeben.

Keine Frage: Die Welt hat in den letzten 500 Jahren einen dramatischen Wandel erfahren. Wir leben im Zeitalter der Überschallflugzeuge, der globalen Märkte und der Massenmedien. Wir kommunizieren via Internet und Satellitentelefon. Doch im Grunde unseres Herzens sind wir noch immer Renaissancemenschen.

Zürichs Münzen – eine kleine Zeitgeschichte

Von Calista Fischer, © MoneyMuseum 2002

Von der Gründung der Fraumünsterabtei im Hochmittelalter bis zur Einführung des noch heute gültigen Schweizer Frankens im 19. Jahrhundert gab es viele Zwischenstationen. Zeugnis darüber legen nicht zuletzt die Münzen der freien Reichsstadt Zürich ab: Sie dokumentieren Europas Handel und Wirtschaft in den letzten 1200 Jahren.

Euronoten

© MoneyMuseum 2001

Eine Banknote ist Botschafterin ihres Landes: Sie zeigt dessen Identität und sie vertritt dessen ethische und kulturelle Werte. Dies muss auch für die Euronoten gelten. Europa ist zwar ein föderalistisches Gebilde, in dem verschiedene Kulturen aufeinander prallen. Doch diese Kulturen haben eine Geschichte von mehr als 2000 Jahren – sie muss die Euronote erzählen. Und der Gestalter darf dabei nicht an der Oberfläche bleiben.

Was aber tun die Euro-Banknoten? Haben Sie die Noten schon mal genau betrachtet? Neben einer einfachen Europakarte mit einer Europafahne gibt es Brücken und andere banalisierende Elemente. Das Design wurde gewählt, weil es von der Thematik her oberflächlich ist und damit keine politischen Probleme schafft. Dabei wären die Darstellung der offenen Grenzen, die Bewegungsfreiheit, aber auch die grossen Stationen der europäischen Geschichte grosse Themen gewesen, die man visionär auf den Banknoten hätte verarbeiten können. Mehr über das Bild der Europäischen Union, das die Euronoten repräsentieren werden, erfahren Sie hier ...

Die schönsten Banknoten der Schweiz

© MoneyMuseum 2001

Banknoten sind die Visitenkarte eines jeden Landes. Das gilt für die neuen Euronoten, die ab Januar 2002 in Umlauf gelangen werden, wie für die acht Banknotenserien der Schweizerischen Nationalbank. Der Wandel der Schweiz, ihr Image und ihre Selbstdarstellung spiegeln sich in ihrer 100-jährigen Geschichte.

Die Geschichte des Geldes

Von Jürg Conzett, Initiator des MoneyMuseums, © MoneyMuseum 2000

Geld ist schön, Geld ist interessant, Geld befreit – aber wie ein Kreisel muss es immer in Bewegung bleiben. Horten darf man es nicht ... Doch woher kommt Geld? Und warum erstarken und zerfallen Währungen immer wieder? Hier finden Sie Antworten auf diese Fragen.

Geld und Charakter

Von Jürg Conzett, Initiator des MoneyMuseums, © MoneyMuseum 2002

Geld ist ein abstrakter Begriff, aber sobald Geld gehandelt, d. h. zur Währung wird, bekommt es Charakter. Die verschiedenen Währungen haben dabei ganz unterschiedliche Charaktere. Sinn und Zweck davon, diese zu ergründen, ist es vor allem, die heutige Währungssituation zu verstehen und die morgige zu erahnen. Insbesondere beschäftigt in diesem Zusammenhang natürlich die Frage: Was ist der Charakter des Euro?

Bilderreise durch die Mysterienreligionen

Von Ursula Kampmann, © MoneyMuseum 2003

Ähnlich wie heute, wo die offiziellen Kirchen immer mehr Mitglieder verlieren und esoterische oder christliche Sekten steten Zulauf finden, war es auch zur Zeit des Römischen Reiches: Viele Menschen nämlich – von alters her gewohnt, in inniger Beziehung mit ihrer Götterwelt zu leben – waren von der römischen Religion enttäuscht und wandten sich zunehmend den Mysterienkulten zu. Erst in ihnen fanden sie den Halt und die Verbundenheit, nach denen sie sich sehnten.

Der Einfluss dieser Kulte aufs Christentum ist unverkennbar – und doch symbolisieren sie eine ganz andere und eigene Welt ...