Bildertouren

Hier zeigen wir Ihnen den Themenreichtum von Münzbildern, nehmen Sie mit auf kulturelle und geldgeschichtliche Reisen und stellen Ihnen Werke aus der Buchsammlung des MoneyMuseums vor.

Die Buchsammlung des MoneyMuseums: Numismatische Werke

© MoneyMuseum 2005

Münzen werden seit der Antike gesammelt. Bedeutende Publikationen darüber entstehen aber erst infolge der Renaissance und Gutenbergs Buchdruckkunst. Die Renaissance nämlich fördert mit ihrer Faszination für Wissen und Kunst des Altertums die Sammelleidenschaft auch für antike Münzen. Und Gutenbergs Erfindung ermöglicht eine bis dahin unbekannte Wissensvervielfältigung. In der Folge entstehen einige der schönsten numismatischen Werke – vor allem während der Aufklärung als einer Hochblüte des Gelehrtentums.

Numismatisch interessant – und hier ebenfalls vertreten – sind aber auch Dokumente, die sich nicht mit der schönen, kunstvollen Seite von Münzen befassen, sondern mit ihrem praktischen Wert als Geld. Zu ihnen gehören beispielsweise Münzverordnungen, Tabellen für Kaufleute oder Geldwechsler.

Die Buchsammlung des MoneyMuseums: Renaissance-Werke

© MoneyMuseum 2005

Die alten Griechen und Römer wissen schon viel über Natur und Wesen der Welt. Doch im jenseits gerichteten Mittelalter verschwindet dieses Wissen in der Versenkung. Allenfalls stehen noch einige Abschriften der Werke antiker Denker und Mathematiker in Klosterbibliotheken, sind aber praktisch unzugänglich.

Die Renaissance wendet sich wieder der diesseitigen Welt zu, entdeckt das alte Wissen neu und macht es für die Neuzeit fruchtbar. Die Entwicklung des Buchdrucks durch Gutenberg tut ein Übriges zu seiner Verbreitung. Wie hier zu sehen, sind zwar auch die Neueditionen antiker Autoren meist noch in Latein gehalten. Doch sie finden sich jetzt auch in Bibliotheken von Fürstenhöfen und Universitäten. Und zunehmend erscheinen zur Erziehung und Erbauung des Volkes auch Bücher in Deutsch.

Die Buchsammlung des MoneyMuseums: Schweizer Chroniken

© MoneyMuseum 2005

Wie ihr Name sagt, sind Chroniken Werke, die historische Ereignisse und Sachverhalte in chronologischer Abfolge darstellen. Dabei geben sie uns nicht nur Einblick in das politische Leben einer Stadt, einer Gegend oder eines Landes, sondern auch in geografische und kulturelle Gegebenheiten. Chroniken sind insgesamt ein reiches Kulturdokument: Dank der vielfältigen Quellen, die ihnen zugrunde liegen, umfassen sie eine Fülle von Textsorten und Darstellungsarten. Und nicht zuletzt beeindrucken sie durch ihre Bilder.

Das gilt auch für die Schweizer Chroniken hier, unter denen besondere Glanzstücke helvetischer Druckkunst zu finden sind: so die älteste Schweizer Bilderchronik, die meistgelesene Chronik und die erste von einem Politiker verfasste.

Die Buchsammlung des MoneyMuseums: Werke des 16. Jahrhunderts

© MoneyMuseum 2005

Das 16. Jahrhundert ist eine bewegte Epoche, hauptsächlich geprägt von den Umwälzungen infolge der Reformation. Es ist die Zeit, in der die religiöse Einheit in Mitteleuropa zu Ende geht, eine Zeit der innerchristlichen Kämpfe und Dispute – und eine Zeit voller neuer Ängste. So erstaunt es nicht, dass in jenem Jahrhundert zahlreiche Bücher theologischen Charakters erscheinen, wie sie z. B. hier zu sehen sind.

Ihren breiten Erfolg verdanken diese Werke nicht nur dem grossen technischen Fortschritt im Buchdruck, sondern ebenso einer anderen Tatsache: Geschrieben sind sie nämlich meist in der Sprache des Volkes – d. h. in Deutsch – und nicht mehr im den Gelehrten vorbehaltenen Latein. Initiator dieser Entwicklung ist vor allem der grosse Reformator Luther mit seiner Bibelübersetzung.

Die Buchsammlung des MoneyMuseums: Werke des 17. Jahrhunderts

© MoneyMuseum 2005

Was in der Reformationszeit, ja schon in der Renaissance begonnen hat – die Emanzipation des Denkens von althergebrachten Vorstellungen, Dogmen oder Ideologien und die Akzeptanz von neuen Erkenntnissen –, beginnt im Lauf des 17. Jahrhunderts und danach zur Hochform aufzulaufen: Nie zuvor nämlich ist der Forscher- und Wissensdrang in der Gesellschaft grösser und nie zuvor erscheinen so viele neue Erkenntnisse in Büchern wie während der so genannten Aufklärung.

Darunter befinden sich so herrliche Ansichtswerke wie die heute noch kostbaren Merian-Chroniken, aber auch Bücher über ferne Länder, Epochenwerke zu historischen Ereignissen oder Standardwerke der Wissenschaft. Einige besonders schöne Exemplare davon sind hier zu sehen.

Die Buchsammlung des MoneyMuseums: Werke des 18. und 19. Jahrhunderts

© MoneyMuseum 2005

Die rasante wissenschaftliche Entwicklung im 17. Jahrhundert erfährt in den Folgejahrhunderten eine Fortsetzung. So erscheinen auch im 18. und 19. Jahrhundert Werke, die das Wissen über Mensch und Gesellschaft, Natur und Erde erweitern und teils bis heute Gültiges beschreiben. Aber selbst, wenn ihre Botschaft aus heutiger Sicht veraltet ist, erzählen sie uns Interessantes über den Wissensstand und die Interesselagen ihrer Zeit.

Das zeigen auch die Exemplare hier, unter welchen sich namhafte naturwissenschaftliche Werke wie Reiseberichte, aber auch Bücher historischer, soziologischer, numismatischer und noch ganz anderer Natur befinden.

Merian-Stadtansichten des 17. Jahrhunderts – Schweiz

© MoneyMuseum 2001

Matthäus Merian (*1593, †1650) ist Kupferstecher, Radierer, Verleger und der berühmteste Illustrator seiner Zeit. In Basel geboren, bildet er sich in Zürich, Lothringen und Paris aus. Den Höhepunkt seines Schaffens erreicht er von 1620 bis 1624 in Basel. Dann übernimmt er den Verlag seines verstorbenen Schwiegervaters Jan T. de Bry in Frankfurt a. M. Merian ist berühmt für seine topografischen Ansichten, von welchen wir Ihnen hier einige vorstellen.

Merian-Stadtansichten des 17. Jahrhunderts – Deutschland

© MoneyMuseum 2001

Die Topografie des Schwabenlandes, illustriert vom berühmten Basler Radierer, Kupferstecher und Verleger Matthäus Merian (*1593, †1650), liest sich wie ein Reiseführer. Er erzählt die Geschichte der Orte Schwabens und erklärt Geografie ebenso wie wirtschaftliche Verhältnisse.

I Ging – das Buch der Wandlung

Von Jürg Conzett, Initiator des MoneyMuseums, © MoneyMuseum 2005

Das I Ging ist das älteste Buch der Welt. Sein Hauptteil wird Wen Wang, einem Weisen aus dem 12. Jahrhundert v. Chr. und Begründer der Zhou-Dynastie, zugeschrieben. Seine Ursprünge verlieren sich jedoch vor über 6000 Jahren in mystischer Vergangenheit.

Das I Ging gehört zu den wichtigsten Büchern der Weltliteratur. In ihm ist die Weisheit von Jahrtausenden enthalten, die auch für den heutigen Menschen noch Gültigkeit hat. So ist es kein Wunder, dass die beiden Hauptzweige der chinesischen Philosophie, Konfuzianismus und Taoismus, hier ihre gemeinsamen Wurzeln haben ... (Zeichnungen: Silvia Oberholzer)