<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"><channel><title>Money Museum</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/?lang=en</link><description>The MoneyMuseum is one of the first currency museums to put its coin collection on the Internet. It contains around 2,500 objects, which mainly document the history of Western key currencies but also give you an insight into the world of traditional means of payment. You can explore the collection either by using the individual Search options or by search for Periods. In the Library you will find interesting coin and picture tours. Apps, money tests and other attractive offers are at your disposal under Services. In addition, since 2003 the currency museum is physically accessible at Hadlaubstrasse 106 in Zurich. On the website of the Sunflower Foundation, the MoneyMuseum's umbrella organization, you will learn more about it.</description><item><title>Afrika, Zehn Stränge der Paludina-Schnecken</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=87515&amp;aid=9&amp;gid=33&amp;cid=195&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2011/0/I_O_87515_10.jpg" /></div><div><p>Schnecken- und Muschelgeld (Molluskengeld) war in vielen Kulturen bekannt. Manchmal aus ganzen Gehäusen, manchmal nur aus Teilen davon, kam es in jeder nur denkbaren Form vor. Der Gebrauch von Molluskengeld beschränkte sich auch nicht auf einen bestimmten Teil der Welt. Vielmehr war diese Art von Münze in der einen oder anderen Form beinahe schon universal.</p>

<p>In weiten Teilen Asiens und Afrikas war es die Cyprea moneta (Kauri), eine Meeresschnecke, deren Gehäuse als Zahlungsmittel für kleinere Beträge über Jahrhunderte hinweg verwendet wurde. Die Kauris ähneln sich in Grösse und Gewicht, ihr Gehäuse ist widerstandsfähig, es lässt sich lochen und auf Schnüre aufziehen – die einfachste Art der Geldbörse. Die Indianer Alaskas hingegen benutzten Dentalium pretiosum, eine Muschel, deren Form einem langen Zahn ähnelt; hier wurde der Wert der Muschel über ihre Länge bestimmt. Oft jedoch wurde das Gehäuse der Mollusken nicht als Ganzes verwendet, sondern in Scheibchen geschnitten, gefeilt, gelocht und auf Schnüre aufgezogen. Diese Geldschnüre wurden nach ihrer Länge bewertet.</p></div>]]></description></item><item><title>Kongo, Stamm der Batetela, Schneckenscheibengeld Musanga</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=88333&amp;aid=9&amp;gid=33&amp;cid=73&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/1/I_O_88333_2.jpg" /></div><div><p>Traditionelles afrikanisches Geld besteht oft aus Schalen – aus Muschelschalen, Schneckenschalen oder auch Strausseneierschalen. Allerdings erhalten die einzelnen Bestandteile ihren Geldcharakter erst, wenn sie in einer bestimmten Reihenfolge auf Schnüre aufgezogen werden. Ein einzelnes Stück einer Schneckenschale ist also noch kein Geld.</p>

<p>Es handelt sich um das Gehäuse einer im Kongo lebenden Landschnecke, deren Schale in mehr oder weniger gleich grosse Stücke gebrochen, mit einem Loch versehen und auf eine Schnur gereiht wird. Als Schmuck können diese Musanga genannten Schnüre wegen der scharfen Kanten nicht verwendet werden; sie dienen ausschliesslich als Zahlungsmittel. Musanga wird weniger im Handel eingesetzt, sondern findet vor allem als Brautgeld Verwendung.</p>

<p>Die Schneckenscheibenschnüre sind Teil eines richtigen Währungssystems: Eine Schnur, gemessen von der grossen Zehe bis zur Ferse, hat den Wert von einem Doti, was knapp einem Meter indigoblau gefärbten Tuches entspricht. Für zehn Meter indigoblaues Tuch wiederum erhält man jedes andere Tuch. In westlichem Geld kostete ein Musanga ursprünglich 1 Franc. Dieser Preis stieg allerdings auf 25 Franc an nachdem Händler entdeckt hatten, dass sie von den Batetela gegen Francs allein kein Elfenbein kaufen konnten, sondern einige Musanga beilegen mussten.</p></div>]]></description></item><item><title>Angola, Quiranda de Dongo Schneckenscheibengeld (Achatinageld) </title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=88335&amp;aid=9&amp;gid=33&amp;cid=42&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/9/I_O_88335_4.jpg" /></div><div><p>In den meisten Kulturen Afrikas gab es – abweichend von der europäischen Kultur – geldähnliche Objekte, die ihre Gültigkeit nur in bestimmten Teilbereichen hatten. Manche Geldformen beschränkten sich ausschliesslich auf rituelle Zahlungen, Bussen, Opfergaben, Lösegeld, Strafzahlungen oder Abgaben. Andere Objekte dienten als Brautpreis oder einfach nur zur Demonstration von Reichtum.</p>

<p>Diese Geldschnur lief unter dem wunderbaren Namen «Quiranda de Dongo» im westlichen Teil Afrikas um. Sie besteht aus fein geschliffenen Scheiben von Schneckengehäusen der afrikanischen Riesenlandschnecke Achatina und wird deshalb auch als Achatinageld bezeichnet. Quiranda de Dongo wurde in Westafrika hauptsächlich zur Begleichung des Brautpreises oder zur Bezahlung von Strafen und Steuern verwendet: Die portugiesische Kolonialverwaltung nahm bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts Steuerabgaben in Form von Quirandas de Dongo entgegen.</p></div>]]></description></item><item><title>Liberia/Sierra Leone/Guinea, Volk der Kissi, Kilindi (Kissipenny), bis Mitte 20. Jh.</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=88337&amp;aid=7&amp;gid=33&amp;cid=125&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/1/I_O_88337_2.jpg" /></div><div><p>Der Name dieses Geldes ist Kilindi. Doch da diese Stäbchen vom Volk der Kissi hergestellt wurden, war bei den Europäern die Bezeichnung Kissipenny üblich. Die Kissi leben im Hinterland Guineas, Liberias und Sierra Leones. Doch wurden Kissipennys keineswegs nur im Stamm der Kissi benutzt. Von etwa 1880 bis in die 50er-Jahre des 20. Jahrhunderts hatten sie ein Umlaufgebiet, das bis in den Senegal hinein reichte.</p>

<p>Die Länge der einzelnen Stäbchen schwankt zwischen 25 und 40 Zentimetern, nur in seltenen Fällen findet man Exemplare von bis zu 60 Zentimetern. Die Eisenstäbchen sind etwa bleistiftdick, seilförmig gedreht und mit ausgehämmerten Enden: Die eine Seite ist T-förmig, die andere zu einem Plättchen geschlagen. Eisen, dass sich auf diese Weise hämmern und drehen lässt, hat immer eine hochwertige Qualität.</p>

<p>Ein einzelner Kissipenny hatte nur eine geringe Kaufkraft. Deshalb wurden die Stäbchen meist in ganzen Bündeln gehandelt – der Wert einer Kuh lag z. B. bei 30-40 Bündeln à 20 Stäbchen. Genau so hatte sich übrigens auch das Münzsystem der alten Griechen entwickelt – hier liefen im 8. und 7. Jahrhundert v. Chr. eiserne Bratspiesschen um, die sogenannten Obole, von denen sechs eine Drachme ergaben.</p></div>]]></description></item><item><title>Kongo, Katangakreuz, bis Anfang 20. Jh.</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=88338&amp;aid=7&amp;gid=36&amp;cid=73&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/2/I_O_88338_2.jpg" /></div><div><p>Schon vor dem Eintreffen der Europäer waren in Afrika Metallgeldformen in Umlauf. Vor allem Kupfererze gibt es dort reichlich. Sie können vielfach im Tagbau gewonnen werden. So waren Metallgelder den Afrikanern seit altersher bekannt. Es gab sie in vielen verschiedenen Formen, als Ringe und Halbringe, Stäbe, Spiralen und Drähte. Sie hatten, wie alle Barrenformen, den Vorteil, dass sie bei Bedarf eingeschmolzen und zu Gebrauchsgegenständen umgeformt werden konnten.</p>

<p>Zu den bekanntesten afrikanischen Zahlungsmitteln gehörten die sogenannten Katangakreuze. Das sind gegossene, kreuz- oder H-förmige Kupferbarren, die in den kupferreichen Gebieten des südlichen Kongos (vormals Katanga) und in den zentralen Teilen Sambias (vormals Nordrhodesien) als Zahlungsmittel hergestellt wurden. Das Umlaufgebiet der Katangakreuze war allerdings wesentlich grösser – und mit der Entfernung zum Herstellungsort nahm ihre Kaufkraft zu: So kostete bei dem in Sambia lebenden Stamm der Ndembu ein Elfenbeinzahn hundert grössere Katangakreuze, bei dem weiter entfernt lebenden Stamm der Kuba jedoch nur noch fünf.</p></div>]]></description></item><item><title>Indonesien, Papua, Provinz Irian Jaya, Volk der Dani, zwei Je-Steine, bis heute </title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974338&amp;aid=9&amp;gid=25&amp;cid=105&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/9/I_O_4974338_2.jpg" /></div><div><p>Diese beiden geschliffenen Schiefersteine sind Wertsteine der Dani, einem Volk in Papua im zentralen Hochland von Westneuguinea. Diese grünen Steine werden noch heute bei rituellen Tauschhandlungen wie Initiationen, Hochzeiten oder Beisetzungen gebraucht. Je-Steine sind das alleinige Besitztum der Männer und werden in den Männerhäusern aufbewahrt. Ihr Wert ist abhängig von ihrer Grösse, Farbe und Form.</p>

<p>Die Dani-Leute erwerben die Schiefersteine beim benachbarten Volk der Jalemo und schleifen sie sorgfältig glatt. Für festliche Anlässe – zum Beispiel zum Bezahlen des Brautpreises – werden die Steine mit Fellquasten, geflochtenen Rindenstreifen, Wollstreifen und Vogelfedern dekoriert.</p></div>]]></description></item><item><title>Papua-Neuguinea, Massimgebiet, Beku (Steinbeilklinge), bis heute</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974339&amp;aid=9&amp;gid=31&amp;cid=155&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/9/I_O_4974339_2.jpg" /></div><div><p>Beku ist eine fein polierte Steinklinge aus hartem, dunklem, meist grünlichem Stein. 
Im Massimgebiet in Papua-Neuguinea werden Beku auch heute noch für eine Vielzahl von Transaktionen gebraucht: zum Kauf von Yams-Samen, Schweinen, Kanus und Land; zur Belohnung von Arbeitern, die besonders grosse Yams-Pflanzen grossgezogen haben; zur Bezahlung von Magie; zur Gewinnung von Verbündeten im Krieg; und zur Sühne für den Tod einer Person. Ausserdem werden Beku als rituelle Zahlungsmittel bei Hochzeiten und Totenfesten eingesetzt. Ihr Wert hängt von ihrer Schönheit und der Grösse ab – manche der Steinklingen sind sehr lang und breit.</p></div>]]></description></item><item><title>Papua-Neuguinea, Mount Hagen, Di Kurugu Zeremonial-Steinaxt</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974345&amp;aid=9&amp;gid=31&amp;cid=155&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/9/I_O_4974345_5.jpg" /></div><div><p> Diese Steinaxt stammt aus der Gegend um Mount Hagen, einem Hochplateau im westlichen Hochland von Papua-Neuguinea. Dort wurden Steinäxte zu verschiedenen Zwecken gebraucht. Da gab es einmal roh gehauene Äxte für den Alltag, mit denen man Holz schlug und in den Krieg zog. Dann gab es Äxte, die ausschliesslich für Brauttransaktionen gebraucht wurden. Und schliesslich gab es Zeremonialäxte, die man als Wertanlagen aufbewahrte und nur für Tanzfeste und andere Zeremonien hervorholte. Um eine solche Zeremonialaxt handelt es sich bei diesem Stück.</p>

<p>Zeremonialäxte bilden in der Gegend um Mount Hagen bis heute die Recheneinheit für den Brautpreis. Der umfasst drei bis vier Brautpreisäxte sowie eine Anzahl Zeremonialäxte. Nur die Alltagsäxte werden nicht als Brautpreis verwendet. Sie bestehen heute auch nicht mehr aus Stein, sondern aus Stahl.</p>

<p>Obwohl die Äxte in der Gegend von Mount Hagen umliefen, wurden sie nicht dort hergestellt. Der Stein stammte aus zwei Steinbrüchen im Jimi Tal im westlichen Hochland. Von dort wurden die Äxte gegen Kaurischnecken ins nächste Tal gehandelt. Danach ging der Handel mit den Äxten weiter, bis sie schliesslich in Mount Hagen, einem Hochplateau im westlichen Binnenland, ankamen. So waren die Äxte ein Bestandteil in einer langen Handelskette von Kaurischnecken, Grünschneckenschalen, Schweinen, Salz und den Federn des Paradiesvogels.</p>

<p>Das Bild zeigt einen Mann von Mount Hagen an einem traditionellen Sing Sing-Treffen. Quelle: flickr</p></div>]]></description></item><item><title>Papua-Neuguinea, Milne Bay Provinz, Kette aus Konusschnecken-Böden</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974364&amp;aid=9&amp;gid=31&amp;cid=155&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/11/I_O_4974364_7.jpg" /></div><div><p>Diese Kette besteht aus sogenannten Schneckenperlen: aus geschliffenen Schneckenhäusern. In diesem Fall ist es die Konusschnecke (auch Kegelschnecke), aus deren Schale dicke Scheiben geschliffen werden. Diese Schneckenscheiben werden gelocht, dann aber nicht einfach aufgefädelt, sondern über den äusseren Rand auf eine Schnur geflochten.</p>

<p>Ob diese Ketten allerdings tatsächlich als Geld gebraucht wurden, ist umstritten. Nach Aussagen mancher Forscher (z. B. Quiggin) soll es sich dabei in erster Linie um Schmuck handeln. Andere (z. B. Opitz) meinen, dass solche Konusschneckenbänder als Geld dienten in einigen Dörfern am Sepik-Fluss, einer der abgelegensten Gegenden Papua-Neuguineas. Für diese Annahme spricht, dass solche Ketten auf der 5-Kina-Note von Papua-Neuguinea abgebildet und dort als «traditional currency» bezeichnet werden.</p></div>]]></description></item><item><title>Vereinigte Staaten von Amerika, Kalifornien, Pomo- und Chumash-Indianer, Hawock Muschelgeld (Wampum)</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974365&amp;aid=9&amp;gid=28&amp;cid=197&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/11/I_O_4974365_8.jpg" /></div><div><p>Solche Stränge aus Muschelscheiben dienten im zentralen und südlichen Kalifornien als Geld. Hergestellt wurden die Perlen aus Meeresmuscheln, deren Schalen man in Stücke brach, durchbohrte, auffädelte und anschliessend einheitlich rund schliff. Hauptproduzenten dieses «Hawock» genannten Muschelgeldes waren die Pomo- und die Chumash-Indianer.</p>

<p>Hawock war schon vor der Ankunft der Europäer in Nordamerika in Gebrauch. Die Perlen dienten nicht nur als Umlaufgeld, sondern auch als Vermögensanlage und Schmuck.</p></div>]]></description></item><item><title>Melanesien, Salomonen, Insel Malaita, Volk der Kwaio, Kofu aus sechs Strängen, bis heute</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974374&amp;aid=9&amp;gid=31&amp;cid=431&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2011/4/I_O_4974374_10.jpg" /></div><div><p>Kofu ist ein Zahlungsmittel der Kwaio, einem Volk im Innern der Insel Malaita. Die Kwaio benutzen nicht das auf Malaita sonst übliche Muschelgeld, sondern haben mit Kofu ihre eigene Geldform. Sie besteht aus grauen Kegelschneckenscheibchen.</p>

<p>Kofu gibt es in ganz verschiedenen Längeneinheiten, die alle mit einem eigenen Namen versehen sind. Die Palette reicht von einzelnen Perlen über Stränge von 3 Zentimetern bis zu mehrsträngigen Wertobjekten von mehr als 6 Metern Länge.</p>

<p>Mit Kofu kann man beinahe alles kaufen: einheimische Produkte wie Betelnuss oder Kalk, oder fremde Waren wie Reis oder Dosenfisch. Auch für rituelle Zahlungen wie Hochzeiten, Bestattungen oder Kompensationen ist Kofu unerlässlich.</p></div>]]></description></item><item><title>Papua-Neuguinea, Quellgebiet des Gufa River, Gürtel aus Konusschneckenböden</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974376&amp;aid=9&amp;gid=31&amp;cid=155&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2011/4/I_O_4974376_8.jpg" /></div><div><p>Die Böden von Kegelschnecken werden abgeschlagen, glattgeschliffen und mit einem Loch versehen. Dann werden die Scheiben auf eine Schnur oder – wie in diesem Fall – auf einen gewobenen Gürtel geheftet. Diese Form von Zahlungsmittel dient als Brautpreis.</p></div>]]></description></item><item><title>Melanesien, Salomonen, Insel Malaita, Tafuliae (Muschelgeld), bis heute</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974377&amp;aid=9&amp;gid=31&amp;cid=431&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/11/I_O_4974377_6.jpg" /></div><div><p>Dieses Muschelgeld heisst Tafuliae und besteht aus zehn Strängen von roten, weissen und schwarzen Muschelplättchen. Tafuliae wird auf der Insel Malaita hergestellt, einer Insel der Salomonen im Pazifischen Ozean.</p>

<p>Wie bei vielen Muschel- und Schneckengeldern liegt der Wert von Tafuliae weniger in seinem Material als in der enormen Arbeit die es zu seiner Herstellung braucht. Die Schalen der verwendeten Muscheln werden in kleine Stücke gebrochen, die Bruchstücke danach durch Abschlagen der Ecken grob abgerundet. Dann wird jedes Plättchen in der Mitte durchbohrt und auf eine dünne Schnur aufgefädelt. Schliesslich werden die Stränge auf einem Brett mit einem Schleifstein so lange gerieben, bis die Scheibchen rund geworden sind.</p>

<p>Für ein Tafuliae werden zehn Stränge an den Enden verbunden. Damit sie sich nicht verwickeln, werden sie durch mehrere Abstandhalter auseinander gehalten. Tafuliae ist bis heute ein unabdingbarer Bestandteil des Brautpreises auf Malaita. Dabei dürfen nur neue Tafuliae gegeben werden.</p>

<p>Das Bild zeigt eine Frau aus Auki mit einer zehnsträngigen Tafuliae, 1989. Quelle: Der Primitivgeldsammler 1/1991</p></div>]]></description></item><item><title>Indonesien, Papua, Irian Jaya, Volk der Dani, Jetak (Flechtband besetzt mit Kaurischnecken und Fellstreifen), bis heute</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974378&amp;aid=9&amp;gid=25&amp;cid=105&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2011/4/I_O_4974378_11.jpg" /></div><div><p>Ein Jetak ist ein langes geflochtenes Band, das in der Mitte über die ganze Länge mit Kaurischnecken besetzt ist. Ausserdem kann das Band auch mit Samen der Hiobsträne, Orchideenfasern, Federn und Fellstückchen verziert sein. Das Volk der Dani in Irian Jaya benutzt Jetak als Messband, um den Preis von Schweinen zu bestimmen. Ausserdem werden die Bänder als rituelle Gaben an Begräbnissen ausgetauscht.</p>

<p>Der Wert des Jetak stammt von den Kaurischnecken. Im Unterschied zu einigen anderen Stämmen haben die Dani kein festgesetztes System zur Bewertung der Schnecken. Doch sie benutzen eine Vielzahl von Namen, um die verschiedenen Kauriformen zu benennen. Zum Beispiel ist eine weisse Kauri «haboke», eine elfenbeinfarbene «gut» und eine verfärbte Kauri «gusa». Eine lange Kauri heisst «jako», die breite gespaltene Form ist «mogen» und die kleine knubbelige «hepugen».</p></div>]]></description></item><item><title>Melanesien, Salomonen, Insel Malaita, Galia (Muschelgeld), bis heute</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974379&amp;aid=9&amp;gid=31&amp;cid=431&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/11/I_O_4974379_7.jpg" /></div><div><p>Dieses Muschelgeld heisst Galia und stammt von der Salomoneninsel Malaita. Es handelt sich um Scheibchen von Muschelschalen, die nicht fein rund abgeschliffen worden sind sondern lediglich grob rund aus den Muschelschalen geschnitten wurden. Abschliessend wurden die Scheibchen gelocht und auf Schnüre aufgezogen. Früher galt Galia auf Malaita als allgemeingültiges Geld, heute wird es nur noch für den Brautpreis gebraucht.</p></div>]]></description></item><item><title>Angola, Quiranda de Dongo Schneckenscheibengeld (Achatinageld) </title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974380&amp;aid=9&amp;gid=33&amp;cid=42&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/11/I_O_4974380_8.jpg" /></div><div><p>In einigen Gebieten Afrikas wurden Ketten aus Achatinaschalen als Schmuck und Zahlungsmittel verwendet. «Quiranda de Dongo» wurden diese Ketten genannt. Zur Herstellung der Scheibchenperlen verwendete man die Schalen der Landschnecken Achatina balteata und Achatina monetaria. Aus dem zweiten Namen ist zu ersehen, dass diese Schneckenart bereits bei ihrer Benennung mit «moneta», also «Geld», in Verbindung gebracht wurde.</p>

<p>Bei einigen afrikanischen Völkern wurde Quiranda de Dongo um Hals oder Taille getragen, bei anderen dienten die Ketten als Schmuck und Zahlungsmittel, und bei wieder anderen ausschliesslich als Währung. Verwendung fand Quiranda de Dongo für die Begleichung der Brautzahlung, für Zahlungen an Geheimbünde, für Strafzahlungen und im Handelsverkehr. In Angola akzeptierte die portugiesische Kolonialverwaltung noch 1868 auch Steuerzahlungen in Achatinageld.</p></div>]]></description></item><item><title>Kongo, Volk der Mbole, Speerspitze, bis heute</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974383&amp;aid=9&amp;gid=36&amp;cid=73&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/11/I_O_4974383_8.jpg" /></div><div><p>Aus West- und Ostafrika sind verschiedene Arten von speer- und lanzenförmigen Zahlungsmitteln bekannt. Die meisten sind als Waffen nicht mehr zu gebrauchen. Es handelt sich dabei um Symbolformen, die oft um ein vielfaches vergrössert sind als die Originale. Dazu gehört auch dieses Speerspitzengeld der Mbole.</p>

<p>Die Mbole (auch Mongo genannt) sind ein Bantu-Volk, das im Kongobecken, im Nordwesten der Demokratischen Republik Kongo lebt. Der Stamm braucht das sehr wertvolle Speerspitzengeld vorab zur Begleichung der Brautzahlung. Dabei wird der Speer vor dem Zuhause der Braut in den Boden gesteckt, wenn der Preis bezahlt wird.</p></div>]]></description></item><item><title>Kongo, Stamm der Yeke, Mukuba Wa Matwi (langgestreckter Kupferbarren)</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974385&amp;aid=9&amp;gid=36&amp;cid=73&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/11/I_O_4974385_6.jpg" /></div><div><p>Afrika ist reich an Kupfererz, das in vielen Regionen von Ost-, Zentral- und Südafrika gewonnen wird. Das Rohkupfer wird in einen erhitzten Tiegel gefüllt und in Mulden von Sand, Lehm oder Asche gegossen. Dadurch entstehen verschiedene Barrenformen. Sie dienen als Wertanlagen und zugleich als Zahlungsmittel. Weit verbreitet sind Barren in Ringform, Halbringform, in Form von Stäben, Spiralstäben oder Drähten.</p>

<p>Dieser langestreckte Kupferbarren stammt aus Katanga, einem Gebiet an der südöstlichen Grenze des Kongobeckens. Katanga ist sehr reich an Kupfer und produziert viele verschiedene Formen von Barren. Diese Form heisst «mukuba wa matwi», «Kupfer mit Ohren». Mukuba Wa Matwi werden vom Volk der Yeke hergestellt. Die Yeke kamen im 19. Jahrhundert ins Katangagebiet. Sie übernahmen sowohl die Kunst des Kupfergiessens als auch die charakteristischen Barrenformen von den Sanga, welche vor ihnen dort lebten.</p></div>]]></description></item><item><title>Liberia/Sierra Leone/Guinea, Volk der Kissi, 20 Kilindi (Kissipennies), bis Mitte 20. Jh.</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974388&amp;aid=9&amp;gid=33&amp;cid=125&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/11/I_O_4974388_7.jpg" /></div><div><p>Kilindi oder Kissipennies funktionierten genau wie unsere Metallmünzen: Mit einem einzelnen Penny bezahlte man für kleinere Einkäufe, Bündel zu 20 Pennies hingegen gab man für grössere Beträge. So kostete eine Kuh um das Jahr 1920 30 bis 40 solcher Bündel, ein männlicher Sklave 100 bis 200 Bündel.</p>

<p>Anders als unser modernes Geld dienten die Kissipennies, da sie aus Eisen bestanden, auch als Rohstoffreserve: Man konnte sie einschmelzen und zu Waffen, Hacken und anderen Geräten umformen.</p></div>]]></description></item><item><title>Kongo, Katangakreuz, bis Anfang 20. Jh.</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974390&amp;aid=9&amp;gid=36&amp;cid=73&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/11/I_O_4974390_7.jpg" /></div><div><p>Von alters her und bis heute werden in Katanga in der heutigen Demokratischen Republik Kongo Kupfererze gefördert und verhüttet. Schon vor der Ankunft der Europäer im 15. Jahrhundert wurden aus diesem Material Kreuze gegossen. In dieser Form wurde das Kupfer über weite Teile Afrikas gehandelt. Obwohl keine Gewichtsnormierung festzustellen ist, dienten diese Kreuze weiträumig als Zahlungsmittel. Das Durchschnittsgewicht beträgt etwa 800 Gramm, doch gibt es beträchtliche Abweichungen nach oben und unten.</p>

<p>Die Kreuze hiessen bei den Einheimischen Handa, Panda, Mahandi oder Lukano. Von den Europäern wurden sie meist einfach Katangakreuze genannt. Sie waren Zahlungsmittel von fast unbegrenzter Anwendungsmöglichkeit. Ihre Verbreitung beschränkte sich auch nicht aus Zentralafrika, sondern reichte zum Beispiel bis an die Westküste. Je weiter entfernt vom Herstellungsort sie umliefen, desto wertvoller waren die Kreuze. So bekam man um 1960 bei den Luba in Katanga für 10 Kreuze ein Gewehr, für 6 Kreuze eine Ziege und für 1 Kreuz ein Huhn. Bei den Kuba hingegen, die im Kasai Becken leben, bekam man für 5 Kreuze einen Elfenbeinzahn. Noch höher lag der Wert bei den Lele, bei denen man für 1 Kreuz einen Sklaven erwerben konnte.</p></div>]]></description></item><item><title>Kongo, Stämme der Nkutsbu und Ndengese, Boloko (Kupferbarren)</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974392&amp;aid=9&amp;gid=33&amp;cid=73&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/10/I_O_4974392_5.jpg" /></div><div><p>Bolokos sind U-förmige Kupferbarren mit tellerförmigen Füssen. Sie wurden vom Stamm der Nkutsbu im Kongo angefertigt und liefen bei ihnen und den benachbarten Stämmen als Zahlungsmittel um.</p>

<p>Bolokos wurden vor allem zum Kauf von Lebewesen gebraucht. Ein Boloko hatte etwas denselben Wert wie ein Ziegenbock. Als Brautpreis brauchte man 10 Bolokos, ein Sklave kostete 2 und eine Sklavin 3 Bolokos. Um 1950 war ein Boloko etwa äquivalent zu 50 belgischen Francs.</p></div>]]></description></item><item><title>Kongo/Gabon, Volk der Kwele, Mandjong Eisengeld in Ankerform, 1900 bis ca. 1980</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974394&amp;aid=9&amp;gid=33&amp;cid=162&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/11/I_O_4974394_8.jpg" /></div><div><p>Das Volk der Kwele lebt in der Shanga-Region, im nordwestlichen Teil der heutigen Republik Kongo. Die Kwele benutzten bis in die 1980er-Jahre solche ankerförmigen Eisenobjekte für Brautpreiszahlungen. Davor – noch im frühen 20. Jahrhundert – waren die Mandjong genannten Objekte auch zum Erwerb von Waren benutzt worden, insbesondere für Kautschuk und Elfenbein.</p>

<p>Wie alle als Brautpreis übergebenen Gegenstände waren die Mandjong vor allem Wertreserven. Sie wurden oft im Uferschlamm vergraben oder sorgfältig verpackt über der Feuerstelle aufbewahrt. Sie wurden nur öffentlich gezeigt, wenn sie den Besitzer wechselten, bei Hochzeiten also. Die Mandjong waren aber auch sozialpolitische Instrumente: Sie dienten dem Zusammenhalt der Kwele und sicherten die Macht der Männer über die Frauen sowie der Alten über die Jungen. Erwerb und Besitz eines Brautgeldes unterlagen einer sozialen Kontrolle.</p></div>]]></description></item><item><title>Tschad, Gebiet der Sara, Volk der Ngama, Kul (Symbolform eines Wurfmessers), bis Mitte 20. Jahrhundert</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974395&amp;aid=9&amp;gid=36&amp;cid=68&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/11/I_O_4974395_7.jpg" /></div><div><p>Die Ngama sind eine Volksgruppe, die zur Ethnie der Sara gehört. Von ihnen stammt dieses Wurfmesser, Kul genannt. Es besteht aus Eisen und wird nur als Zahlungsmittel verwendet.</p>

<p>Die Sara bewohnen ein Gebiet im Süden des Tschad. Sie sind in eine Reihe von Untergruppen aufgegliedert, von denen einige – darunter eben die Ngama – das Wurfmesser-Geld Kul verwenden. Allerdings ist der Gebrauch von Wurfmessern – oder besser: von Symbolformen von Wurfmessern – als Zahlungsmittel keine Besonderheit dieser Volksgruppen. Solche eisernen Waffen waren eben etwas sehr wertvolles, nicht nur die Waffe selber, sondern auch das Eisen als Rohstoff. Diese wertvollen Objekte erfüllten eine Geldfunktion. Aus den Gebrauchsartikeln entstanden im Lauf der Zeit Sonderformen, die als Waffen nicht mehr zu gebrauchen waren, sondern die nur noch als Geld dienten.</p>

<p>Gegen Kul wurden vor allem Lebensmittel, darunter vor allem Tiere, eingetauscht. Der Preis für ein Huhn betrug um die Mitte des 20. Jahrhunderts 1 bis 2 Kul, für ein Pferd mussten 100 bis 300 Kul gegeben werden. Auch für zeremonielle Zahlungen wie zum Beispiel die Brautzahlung wurden Kul gebraucht.</p></div>]]></description></item><item><title>Nigeria, Völker der Igbo und Nsubi, Zeremonialspeer</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974396&amp;aid=9&amp;gid=33&amp;cid=149&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/11/I_O_4974396_8.jpg" /></div><div><p>Dieses Eisengeld ist eine der vielen Geldformen, die sich aus Waffen entwickelt hat. Ursprungsform sind hier Speere, wie sie von den in Nigeria lebenden Jägern gebraucht wurden. Unser Speergeld ist zwar als Waffe nicht mehr zu gebrauchen; sein Ursprung ist aber unverkennbar.</p>

<p>Solche Symbolspeere wurden von den Häuptlingen und Priestern der Igbo (auch Ibo oder Ebo) und Nsubi als Zahlungsmittel gebraucht. Es handelt sich dabei auch um einen Zeremonialspeer; typisch ist der lange, spitz zulaufende Schaft mit variierenden eisernen Verzierungen.</p></div>]]></description></item><item><title>Nigeria, Region Sukur, Dubil (Eisenbarren), bis in die 1960er-Jahre</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974399&amp;aid=9&amp;gid=33&amp;cid=149&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/11/I_O_4974399_6.jpg" /></div><div><p>Eisen, als Rohmaterial oder schon vorgeformt zum Transport oder zur späteren Weiterverarbeitung, diente bei vielen Völkern Westafrikas als Zahlungsmittel. Allerdings hat die spätere Weiterverarbeitung zu Gebrauchsgegenständen dazu geführt, dass nur wenige Stücke in ihrer Form als standardisiertes Zahlungsmittel erhalten geblieben sind.</p>

<p>Solche Eisenbarren wurden Dubil (auch Dibil oder Dubul) genannt und dienten bei den in Nordostnigeria lebenden Sukur, aber auch bei den weiter südlich lebenden Higi Li als Marktgeld – das heisst, man kaufte damit auf den Märkten Waren wie Pfeffer und Salz. Gleichzeitig waren die Barren aber auch ein unverzichtbarer Bestandteil der Brautzahlung.</p>

<p>Die Sukur bilden ein kleines, sakrales Häuptlingstum in dem kleinen, aber relativ fruchtbaren Madagali-District in Nordostnigeria. Ihr Einflussbereich erstreckt sich aber auch auf die umliegend lebenden Völker. Zu dieser regionalen Vormachtstellung dürfte die hohe Eisenproduktion der Sukur entscheidend beigetragen haben.</p>

<p>Die Sukur erschmolzen ihr Eisen selbst. Weil sie aber die dafür benötigte Holzkohle nicht in genügend grossen Mengen selbst herstellen konnten, hatten sie bei den benachbarten Volksgruppen Agenten, die dort die Herstellung von Kohle veranlassten. Für diese Vermittlung wie auch für die Kohle wurde in Dubil bezahlt.</p></div>]]></description></item><item><title>Sudan/Kongo, Volk der Mangbetu, Trombash (Wurf- und Sichelmesser)</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974400&amp;aid=9&amp;gid=33&amp;cid=73&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/10/I_O_4974400_7.jpg" /></div><div><p>Dieses Messergeld hat eine lange Geschichte und eine weite Verbreitung. Benutzt wurde das Geld ursprünglich im Gebiet des heutigen Sudan. Es wird heute allgemein Trombash genannt, obwohl dies nur einer der gebräuchlichen Namen war (andere waren Nadjata, Nagata oder Shongo).</p>

<p>Trombash wurde ursprünglich sowohl als Wurfmesser im Krieg als auch als Sichelmesser für die Landwirtschaft benutzt. Als wertvolles Gerät wurde es bald zum Zahlungsmittel. Als im 19. Jahrhundert das Volk der Mangbetu vom Sudan aus Richtung Zentralafrika zog, brachten sie Trombash mit. Die Bushongo, die im zentralafrikanischen Kongo leben, übernahmen die Trombash-Währung von den Mangbetu und benutzten die Messer nur noch als Geld.</p></div>]]></description></item><item><title>Mexiko, Volk der Azteken, Axtgeld, 16. Jahrhundert</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974401&amp;aid=6&amp;gid=28&amp;cid=137&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/11/I_O_4974401_7.jpg" /></div><div><p>Solche Symboläxte liefen in Mittel- und Südamerika vor der Ankunft der Spanier als Geld um. Dieses Stück war bei den Azteken in Gebrauch und diente dort wohl vor allem zur Zahlung von Tributen und im religiösen Kontext. Es besteht aus Bronze, dem Arsen beigemischt ist. Das Arsen macht die Bronze härter und verleiht ihr einen rosa Farbton.</p>

<p>Das Axtgeld soll ursprünglich um 800 n. Chr. von Ecuador nach Mexiko gelangt sein. Nach der Ankunft der Spanier wurde es allmählich vom spanischen Peso verdrängt.</p></div>]]></description></item><item><title>Mexiko, Volk der Azteken, Axtgeld, 14. bis 16. Jahrhundert</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974402&amp;aid=6&amp;gid=28&amp;cid=137&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/11/I_O_4974402_8.jpg" /></div><div><p>Axtgeld entwickelte sich im Verlauf von Jahrhunderten vom Gerät zum Zahlungsmittel. Aus Äxten, ursprünglich als Werkzeuge und Waffen benutzt, wurden Symbolformen, die als Gebrauchsgegenstand nicht mehr zu verwenden waren. Die Entwicklung fand in mehreren Schritten statt, die jeweils bestimmte Axt-Typen hervorbrachte.</p>

<p>Diese beiden Äxte stehen am Ende dieser Entwicklung. Sie sind aus so dünnem Blech gemacht, dass nur noch die Wellenform ihnen einige Stabilität verleiht. Solche «Axtmünzen» wurden meist in Bündeln von zwanzig und mehr Stück gefunden. Oft befanden sie sich in Gräbern. Dies und die Tatsache, dass sie sich im Lauf der Zeit zu reinen Symbolformen entwickelt haben, spricht für ihre Verwendung als Geld.</p></div>]]></description></item><item><title>Mexiko, Volk der Azteken, Miniatur-Axtgeld, 14. bis 16. Jahrhundert</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974403&amp;aid=7&amp;gid=28&amp;cid=137&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/11/I_O_4974403_7.jpg" /></div><div><p>Bronzeäxte dienten in ganz Mittelamerika vom 9. bis zum 16. Jahrhundert als Zahlungsmittel. Im Lauf der Zeit entwickelten sie sich zu reinen Symbolformen, die als Werkzeuge nicht mehr zu gebrauchen waren. Man bezahlte mit ihnen nicht nur Waren des täglichen Lebens, sondern auch Steuern und Tribute. Zudem wurden sie in religiösem Kontext gebraucht, zum Beispiel als Grabbeigaben.</p></div>]]></description></item><item><title>Malaysia, Insel Borneo, Gebiet von Sarawak, Kanonengeld, 19. bis frühes 20. Jahrhundert</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974404&amp;aid=8&amp;gid=25&amp;cid=132&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/10/I_O_4974404_9.jpg" /></div><div><p>Portugiesische Kanonen galten in Teilen Südostasiens und Ozeaniens als wichtige Wert- und Prestigeobjekte. Dieses Stück stammt aus dem Gebiet von Sarawak auf der Insel Borneo. </p>

<p>Kanonen aus Bronze, Messing, Kupfer oder Eisen besassen wegen ihres Metalls einen hohen Eigenwert und waren daher begehrte Tauschobjekte. Daneben wurden sie aber auch zur Bezahlung von Bussen und für den Brautpreis eingesetzt. Der Brautpreis wurde nach der Gewichtseinheit Pikul bemessen (1 Pikul = 60 Kilogramm). Je nach Stand der Braut waren zwischen drei und fünf Pikul aufzubringen, die mit Glocken, Gongs und Kanonen sowie mit Porzellan aus China aufzuwiegen waren. Da war es gut, ein paar schwere Kanonen mit auf die Waage legen zu können.</p>

<p>Ursprünglich dienten solche Kanonen tatsächlich als Schusswaffen. Sie konnten auf Expeditionen mitgetragen werden und wurden zur Abschreckung auch auf Schiffen montiert. Dort betonten sie auch den Status ihrer Besitzer: weil eine derartige Kanone einen hohen Metallwert beinhaltete, war sie ein Reichtumsanzeiger und diente als Kapitalanlage. Daraus entwickelte sich schliesslich der Gebrauch des Brautpreises.</p></div>]]></description></item><item><title>Äthiopien/Jemen, Patronentasche aus Leder mit 22 Patronen, Ende 19. Jahrhundert</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974405&amp;aid=7&amp;gid=32&amp;cid=87&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/10/I_O_4974405_16.jpg" /></div><div><p>Patronengeld wurde in Äthiopien von etwa 1800 bis in die 1930er-Jahre gebraucht. Dabei galten sowohl geladene als ungeladene Patronen als Geld. Europäische Reisende berichteten immer wieder, dass sie mit Speeren bewaffnete Krieger angetroffen hätten, die mit Patronen gefüllte Taschen als Zahlungsmittel bei sich gehabt hätten. Die Währung lief sowohl in Äthiopien als auch im Jemen jenseits des Golf von Aden um.</p>

<p>Um 1900 kosteten 28 bis 32 leere Patronenhülsen einen Maria-Theresientaler. Neue, mit einem Papierband versehene Patronen hingegen kosteten einen Taler pro zehn Stück. Als die europäischen Mächte 1919 ein Waffenembargo gegen Äthiopien verhängten, stieg der Wert von Patronenhülsen sprunghaft an: in den 1920er-Jahren bekam man noch sechs leere Hülsen für einen Taler. Sie konnten jederzeit mit Pulver gefüllt und wieder verwendet werden.</p></div>]]></description></item><item><title>Papua-Neuguinea, Boiken-Gebiet, Kette aus Konusschneckenböden</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974417&amp;aid=9&amp;gid=31&amp;cid=155&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2011/4/I_O_4974417_9.jpg" /></div><div><p>Neuguinea zur Zahlung des Brautpreises benutzt. Der Brautpreis ist eine in vielen Kulturen verankerte Sitte. Dabei überreicht die Familie des Bräutigams der Familie der Braut vorher vereinbarte Gaben. Heute handelt es sich dabei oft um Geld. Aber in traditionellen Kulturen bestand – und besteht – die Brautzahlung aus ganz bestimmten Gaben. Sie repräsentieren den Status der Frau, die mit der Heirat in einem neuen Familienverband einen neuen Status einnehmen wird. Durch den Tausch – nämlich der Objekte gegen die Frau – werden die beiden Familienverbände einander aber auch dauerhaft verpflichtet.</p>
<p>Die Brautzahlung ist also kein Kauf, wie wir ihn kennen, sondern eine Art der Abgeltung. Sie wird erforderlich, weil ein für die Gemeinschaft notwendiges Mitglied mit der Heirat diese Gemeinschaft verlässt und damit der Gemeinschaft des Bräutigams nützlich wird. Die Abgeltung kann nur in Form von ganz bestimmten Objekten in einem durch die betroffenen Parteien festgelegten Verhältnis erfolgen.</p></div>]]></description></item><item><title>Kongo, Gebiet zwischen den Flüssen Lomami und Kongo, Liganda (Grosse Speerspitze), bis 1920er-Jahre</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974419&amp;aid=9&amp;gid=33&amp;cid=73&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/10/I_O_4974419_7.jpg" /></div><div><p>Diese Wucherform einer Speerspitze ist aufgrund ihrer Beschaffenheit als Waffe völlig unbrauchbar. Sie kommt in Grössen zwischen 40 und 200 Zentimeter vor; unser Stück misst 168 Zentimeter. Das Material ist weich und dünn. Nur eine ausgeschmiedete Mittelrippe gibt der Speerspitze einigermassen Stabilität.</p>

<p>Hergestellt wurden diese Liganda genannten Speerspitzen von den Turumba, die im Kongo. Auch bei einigen Nachbarstämmen dienten die Liganda bis ins frühe 20. Jahrhundert als Währung. Man brauchte sie insbesondere zur Begleichung der Brautzahlung und zum Kauf von Kanus und Sklaven. Am oberen Lomami-Fluss bezahlte man um 1900 für einen Sklaven 30 Liganda und für eine Sklavin zwischen 40 und 100 Liganda.</p></div>]]></description></item><item><title>Südkamerun, 3 Bikie (Symbolspeerspitzen), bis 1920er-Jahre</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974420&amp;aid=9&amp;gid=36&amp;cid=65&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/10/I_O_4974420_6.jpg" /></div><div><p>Aus Afrika sind zahlreiche Arten von Zahlungsmitteln bekannt, die sich aus Waffen entwickelt haben. Sie sind meist für Krieg oder Jagd nicht mehr zu gebrauchen; vielmehr handelt es sich um Symbolformen, die entweder grösser oder kleiner geworden sind als die Originale. Das Bikie-Speerspitzengeld aus Kamerun ist eine sogenannte Kümmerform: es ist kleiner und auch viel nachlässiger gearbeitet als die ursprünglichen Gebrauchsspeerspitzen und besteht aus minderwertigem Eisenblech.</p>

<p>Um 1900 war dieses Speerspitzengeld das gebräuchlichste Zahlungsmittel in Südkamerun. Für den Wert waren Grösse und Ausführung ausschlaggebend. So bekam man damals für eine kleine Speerspitze ein Blatt Tabak oder einen Löffel Salz, für 30 ein Huhn und für 200 eine Ziege. Ausserdem wurden während der deutschen Kolonialzeit (1884-1919) die kleinen Speerspitzen mit 10 Pfennigen pro Stück, die mittleren mit 20 und die grösseren mit 100 Pfennigen bewertet.</p></div>]]></description></item><item><title>Kongo, Stamm der Ngbaka, Bangala Speerspitzen-Geld, bis 1900</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974421&amp;aid=9&amp;gid=33&amp;cid=73&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/10/I_O_4974421_7.jpg" /></div><div><p>Dieses Bangala-Eisengeld wird auch «Mbili Ngbaka» genannt, «Geld der Ngbaka». Es ist unklar, ob es sich aus einer Hacke oder aus einer Speerspitze entwickelt hat. Typisch ist die kleine kugelartige Verdickung an der Spitze und die beiden kleinen Flügelchen an der Seite, die in einem 90°-Winkel zum Blatt stehen.</p>

<p>Aus dem Gebiet der heutigen Demokratischen Republik Kongo, vor allem aus den nördlichen Landesteilen, sind zahlreiche speer- oder lanzenförmige Zahlungsmittel bekannt. Viele von ihnen sind für den praktischen Gebrauch ungeeignet. Diese Stücke wurden daher nur als Geld gebraucht. Ihr Wert lag in erster Linie im Material: Eisen spielte bis ins 20. Jahrhundert im nördlichen Kongo etwa die gleiche Rolle, die bei uns bis heute das Gold spielt.</p></div>]]></description></item><item><title>Nigeria, zwei Gebrauchsspeere aus denen sich Speergeld entwickelt hat</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4974422&amp;aid=9&amp;gid=33&amp;cid=149&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2010/11/I_O_4974422_9.jpg" /></div><div><p>Die meisten Zahlungsmittel haben sich aus Gebrauchsartikeln entwickelt. Vor allem überlebenswichtige Gegenstände wurden als wertvoll erachtet. Waffen sind hierfür ein gutes Beispiel. Doch welcher Krieger oder Jäger würde sich für jeden grösseren Einkauf von seiner Waffe trennen? Aus diesem Grund entwickelten sich bald einmal besondere Formen, die ausschliesslich Zahlungszwecken dienten.</p>

<p>Diese beiden Jagdspeere stammen aus Nigeria. Sie sind die Vorbilder des Speergeldes: Objekten, die für Jagd oder Krieg nicht mehr taugen, aber von den Mitgliedern einer Handelsgemeinschaft dennoch als wertvolle Zahlungsmittel akzeptiert werden.</p></div>]]></description></item><item><title>Afrika, acht Kauriimitationen aus Stein</title><link>http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/coins/periods/coin.jsp?i=4975487&amp;aid=9&amp;gid=34&amp;cid=195&amp;pi=-1&amp;ps=10</link><description><![CDATA[<div><img src="http://www.moneymuseum.com/imgs/xcoins/image/2013/4/I_O_4975487_9.jpg" /></div><div></div>]]></description></item></channel></rss>